Michael Bauer, Trivadis: "Es gibt niemanden außer uns, der alle Dienstleistungen aus einer Hand anbietet" Detail - Computerwelt

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18.11.2009 Christof Baumgartner/Alex Wolschann

Michael Bauer, Trivadis: "Es gibt niemanden außer uns, der alle Dienstleistungen aus einer Hand anbietet"

Michael Bauer ist seit der Eröffnung Geschäftsführer der heimischen Niederlassung von Trivadis. Mit der COMPUTERWELT sprach er über die Stärken von Trivadis in Österreich und antizyklische Investments.

Computerwelt: Trivadis feiert das 15-jährige Bestehen und ist seit drei Jahren in Österreich. Wie kam es zur hiesigen Niederlassungseröffnung? Michael Bauer: Die Gründungsmitglieder sind durch Zufall mit Trivadis in Kontakt gekommen. Trivadis war bereits in Deutschland und der Schweiz mit Niederlassungen aktiv. Da hat Österreich quasi zur Abrundung gefehlt. Ich wurde letztendlich mit der Suche nach einem Büro, Mitarbeitern und natürlich Kunden beauftragt. Ich kam damals von Oracle, war dort zwölf Jahre und habe als Mitglied der Geschäftsleitung zuletzt den Support geleitet.

Da gab es ja schon einige Berührungspunkte. Interessanterweise eher in der Schweiz. Wenn man über Oracles Trainings oder Schulungen gesprochen hat, ist man kaum an Trivadis vorbeigekommen. So hat sich Trivadis in den Anfängen einen Namen gemacht. Wir haben versucht, dieses Branding, das sich Trivadis in der Schweiz aufgebaut hat, nach Österreich zu transportieren. Es war nicht leicht, ist aber gelungen. Wir haben uns zu Beginn ganz auf Oracle-Produkte konzentriert.

Was sind die Stärken von Trivadis in Österreich im Vergleich zur Konkurrenz? Meiner Meinung nach gibt es in Österreich kein anderes Unternehmen, das das gesamte Dienstleistungsportfolio aus einer Hand anbietet, sprich von Training über Consulting bis hin zum Betrieb. Wir machen auch SLA, eigentlich alles vom Betriebssystem aufwärts. Wir übernehmen sogar Verantwortung für Applikationen in bestimmten Fällen, vor allem wenn wir selbst implementiert haben. Wir haben beim Kunden zwischen 150 und 160 SLA. Auf die Trainings legen wir besonders großen Wert, da wir auch selbstentwickelte Standardtrainings anbieten. Wir verwenden nicht die Oracle-University-Unterlagen und sind hier sogar Mitbewerber von Oracle. Die Trainings sind seit mehr als zehn Jahren eigenentwickelt und werden stetig aktualisiert. Das ist auch oft der Einsteig zu Trivadis bzw. der erste positive Eindruck der Kunden. Training ist unser Aushängeschild. Wir haben deutschsprachige Unterlagen, ausgewählte Referenten und hatten auch bis heute noch keine einzige schlechte Kursbewertung.

Hält sich Trivadis streng an die Produkte von Oracle oder bietet man herstellerunabhängig an? Das ist seit Anbeginn eine unserer Philosophien, dass wir neutral auf die Produkte sehen. Deshalb werden wir auch gerne für Evaluierungen zu Rate gezogen. Wir sind keinem großen Konzern hörig, sondern achten darauf, was das beste Produkt ist. Wenn der Kunde schon eine vorgefertigte Landschaft hat, ist das für uns auch kein Problem. Wir haben zu diesem Zweck konzernweit das Trivadis Technology Center eingerichtet, das ist mehr oder weniger eine interne Abteilung, wo wir im Jahr bis zu 3,5 Millionen Euro in die Weiterbildung unserer Mitarbeiter auf der einen Seite und in die Erforschung neuer Produkte auf der anderen Seite investieren. Das im Hintergrund von einem Jahresumsatz in der Höhe von 63 Millionen Euro.

Trivadis hat in Österreich Delphi übernommen. Ein antizyklisches Investment in Zeiten wie diesen? Wir haben wie viele Unternehmen vor der Krise schon eine Budgetplanung mit moderatem Wachstum erstellt. Im ersten Halbjahr dieses Geschäftsjahres konnten wir den Wert des Vorjahres erreichen, was schon ein gutes Zeichen ist. Wir haben in Österreich schon seit geraumer Zeit überlegt, wie wir wachsen wollen und wachsen können und sind schon 2008 mit Delphi ins Gespräch gekommen. Das hat sofort zusammengepasst; sowohl vom Portfolio als auch von den Mitarbeitern und der Kultur hat es einfach gepasst. Das die Übernahme genau in die Krise gefallen ist, war eher ein Zufall. Wir sind momentan sehr zufrieden, und auch unser Ausblick sieht vielversprechend aus.

Das Gespräch führten Christof Baumgartner und Alexander Wolschann.

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