Faymann: "Forschung und Innovation sind Basis für den Wohlstand unserer Gesellschaft" Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


23.11.2009 Michaela Holy/pi

Faymann: "Forschung und Innovation sind Basis für den Wohlstand unserer Gesellschaft"

Heute wurden auf Einladung von Bundeskanzler Werner Faymann die Eckpunkte für die Strategie der Bundesregierung zu Forschung, Technologie und Innovation (FTI) festgelegt.

Sechs Mitglieder der Bundesregierung sowie Wirtschaftsforscher, Sozialpartner und Vertreter der wichtigsten Forschungseinrichtungen diskutierten darüber, wie Österreich von einem "Innovation Follower" zu einem europäischen "Innovation Leader" werden kann. "Forschung und Entwicklung stehen in engem Zusammenhang mit Bildung und Ausbildung und spielen eine zentrale Rolle für die Zukunft unseres Landes", sagte Bundeskanzler Werner Faymann bei der Pressekonferenz im Anschluss an das Treffen der Expertinnen und Experten.

Der Prozess soll eine Strategie bis 2020 für Forschung, Technologie und Innovation in Österreich ergeben. Die FTI-Strategie des Bundes soll vor dem Sommer 2010 vorgestellt werden. "Wir werden in Arbeitsgruppen bis Mitte des nächsten Jahres hinterfragen, wie viel Wirkung die eine oder andere Förderung hat und welche Erfordernisse es an Bildung und Ausbildung gibt", sagte Faymann. "Die gesamte Regierung wird mit vollem Einsatz an der Umsetzung der Strategie arbeiten. Welchen Stellenwert wir der Strategie beimessen, zeigt sich schon daran, dass ich selbst gemeinsam mit dem Finanzminister und Vizekanzler den Prozess leiten werde."

Bundeskanzler Faymann machte klar: "Forschung, Technologie und Innovation stellen die Grundlage für nachhaltiges Wirtschaftswachstum und Wohlstand unserer Gesellschaft in der Zukunft dar." Das bereits im Regierungsprogramm verankerte Vorhaben der österreichischen Bundesregierung sei, die Forschungsquote bis 2020 auf vier Prozent des BIP anzuheben. Österreich werde heuer Ausgaben für Forschung und Entwicklung in der Höhe von 7,7 Milliarden Euro tätigen und mit einer Forschungsquote von 2,73 Prozent des BIP einen Platz im EU-Spitzenfeld einnehmen. "Wir haben noch viel vor, aber beginnen nicht bei Null. Österreich hat international herzeigbare Stärken", sagte Faymann. 39 Prozent der österreichischen Ausgaben für Forschung und Innovation kämen vom Staat, 45 Prozent von den Unternehmen und 15 Prozent von internationalen Konzernen beziehungsweise EU-Förderungen.

Bundeskanzler Faymann: "Das ambitionierte Ziel einer Forschungsquote von vier Prozent lässt sich nur bei gemeinsamer Anstrengung erreichen. Das heißt, wenn wir mit den Unternehmen das Barcelona-Ziel verfolgen und der Privatanteil auf zwei Drittel der Forschungsausgaben gesteigert wird."

Im EU-Innovationsvergleich ("European Innovation Scoreboard", 2008) liegt Österreich hinter den "Innovation Leaders" Schweden, Finnland, Deutschland, Dänemark und Großbritannien an sechster Stelle und führt damit die Gruppe der "Innovation Followers" an. Österreichs Stärken liegen beim Zuwachs der Forschungsausgaben und bei Forschungsnetzwerken (Unternehmen, Unis, Entrepreneurs). Schwächen hat Österreich vor allem beim Aufbau von Humanressourcen (zu undurchlässiges Bildungssystem, zu frühe Trennung der Ausbildungswege in der Schule, zu wenige Technikabsolventinnen und -absolventen, zu geringe Akademikerquote) und bei der Risikokapitalfinanzierung (zu wenig Venture Capital).

Die Strategie des Bundes baut auf den Ergebnissen der Systemevaluierung des Wirtschaftsforschungsinstitutes, den Empfehlungen des Rats für Forschung und Technologieentwicklung und des Forschungsdialogs auf. Verbesserungsnotwendigkeiten wurden dabei vor allem im Bildungssystem, bei der Finanzierung von Innovationen, bei Fragen der Regulierung und der Governance identifiziert. In interministeriellen Arbeitsgruppen sollen Lösungen und Strategien für diese Problemfelder, für den Ausbau der österreichischen Stärken sowie für ein effizientes Förderungssystem erarbeitet werden.

Der Strategieprozess setzt bewusst auf eine intensive Interaktion mit den wichtigsten Akteuren. Diese werden eng bei der Erstellung der Strategie eingebunden. Ebenso sollen auch Experten internationaler Organisationen und das Parlament inhaltlich mitwirken.

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema

  • SEQIS GmbH

    SEQIS GmbH Qualitätssicherung, Expertensysteme, Tools, Security Audits, E-Commerce-Software, B2B Dienste und Lösungen, Übernahme von Softwareprojekten,... mehr
  • free-com solutions gmbh

    free-com solutions gmbh Werbewirtschaft, Wasser- und Energieversorgung, Vereine und Verbände, Umweltschutz, Touristik, Personenverkehr, Öffentliche Verwaltung,... mehr
  • SER Solutions Österreich GmbH

    SER Solutions Österreich GmbH Werbewirtschaft, Wasser- und Energieversorgung, Vereine und Verbände, Umweltschutz, Touristik, Personenverkehr, Öffentliche Verwaltung,... mehr
  • abaton EDV-Dienstleistungs GmbH

    abaton EDV-Dienstleistungs GmbH VPN, Überwachungssysteme, SPAM-Filter, Notfalls-Rechenzentren, Firewalls, Datensicherung, Backup und Recovery Systeme,... mehr

Hosted by:    Security Monitoring by: