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25.11.2009 Alex Wolschann/apa

Kritik an Subvention für Wiener Spiele-Plattform

Am Mittwoch wurde im Gemeinderat eine Subvention in Höhe von 612.000 Euro für die Computerspiel-Plattform Gigg.at beschlossen. Diese Subvention erzürnte die Volkspartei.

Gigg ist absolut kostenlos - Diese Eigenbeschreibung der Wiener Internet-Plattform www.gigg.at trifft nur für interessierte Spieler, nicht jedoch für die Stadt zu: Am Mittwoch wurde im Gemeinderat eine Subvention in Höhe von 612.000 Euro für die Computerspiel-Plattform beschlossen. Diese Subvention erzürnte die Volkspartei, die sich über Intransparenz beklagte.

Die Subvention fließt konkret an den Verein Internet Center for Education (ICE), dessen Vorsitzende SPÖ-Mandatarin Barbara Novak ist, wobei SPÖ-Klubchef Siegi Lindenmayr als Stellvertreter fungiert. Seit ab 1997 die Wiener Pflichtschulen mit Computern und Internetzugängen ausgestattet wurden, betreut ICE als Trägerverein die Webseiten des Wiener Bildungsnetzes, von www.lehrerweb.at bis hin zu www.kidsweb.at.

Das Pilotprojekt Gigg (Get Into Guided Gaming) soll nun ein interaktives Forum für Computerspieler werden: "Gigg dient als Plattform zum Treffen und Kennenlernen von Gleichgesinnten", heißt es auf der Homepage. Neben dem teils kostenlosen, teils kostenpflichtigen Herunterladen von Spielen sei die weltweite Neuerung, dass Gamer unter Anleitung eines Moderators gemeinsam die verschiedenen Spielewelten betreten können, erläuterte Novak im APA-Gespräch das Konzept.

Diese Moderatoren, die zumindest in der derzeitigen Beta-Version einen gelben Baustellenhelm tragen, sollen ein positives und soziales Spieleerlebnis vermitteln, "der Spaßfaktor an internetbasierten Computer- und Konsolenspielen insgesamt wird erhöht". Nicht zuletzt gehe es um Medienkompetenz, weshalb keine Spieleform auf der Plattform ausgeschlossen bleiben - "bis hin zu jenen Spielen, die Gewalt beinhalten", so Novak.

Hier würden also Gewaltspiele beworben, echauffierte sich VP-Mandatar Wolfgang Aigner. "Es gibt keine Erklärung darüber, wohin die 612.000 Euro fließen", so Aigner, dessen Fraktion ebenso wie die Freiheitlichen die Subvention ablehnte. Jeder kleine Verein müsse penibel genaueste Unterlagen einreichen, was hier nicht der Fall sei.

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