Weihnachtsgeschäft läuft gut: Haushalte kennen keine Krise Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


02.12.2009 Alex Wolschann

Weihnachtsgeschäft läuft gut: Haushalte kennen keine Krise

Wie schon im vergangenen Jahr ist auch im heurigen Weihnachtsgeschäft nichts von Sparsamkeit oder Zurückhaltung nach der Wirtschaftskrise zu bemerken.

Der heimische Elektrohandel spürt bisher keine Auswirkungen der Wirtschaftskrise: Der Konsum laufe ungebrochen, so der Obmann des Bundesgremiums Elektrohandel in der Wirtschaftskammer (WKO), Wolfgang Krejcik. Er hoffe, dass die Vorjahresergebnisse wieder erreicht werden. 2008 hat die Branche insgesamt 3,8 Milliarden Euro umgesetzt, davon entfiel rund ein Viertel auf das Weihnachtsgeschäft. Absolute Renner sind heuer Fernseher und energiesparende Haushaltsgeräte.

Für einen neuen Fernseher sind die Kunden bereit, tief in die Taschen zu greifen. So kostet ein besseres Flachbildschirm-Gerät im Fachhandel zwischen 1.500 und 2.000 Euro, kann aber auch deutlich darüber liegen. Der Handel hat heuer schon rund 450.000 Stück verkauft und geht davon aus, dass im letzten Jahresdrittel noch einmal rund 350.000 TV-Geräte abgesetzt werden.

Der Trend zu großen Bildschirmen hält an, so Krejcik, denn »je größer das TV-Gerät, desto größer das Ansehen des Besitzers.« Interessant seien auch die hochauflösenden HDTV-Geräte, da der ORF seit kurzem auch in dieser Qualität sendet. Gefragt sind aber auch kleinere Bildschirme als Zweit- und Drittgeräte in Küche oder Schlafzimmer. Einen zusätzlichen Impuls könnten auch die Olympischen Spiele im Jänner bringen.

Deutliche Zuwächse erwartet Krejcik bei den großen und kleinen Haushaltsgeräten, der »Weißware«. Vor allem die Nachfrage nach energiesparenden Geräten halte unvermindert an. Beliebte Geschenke seien aber auch kleinere Haushaltsgeräte im Gesundheits- und Kosmetikbereich wie Haarföhns, Zahnbürsten oder Massagegeräte. Bei den Handys werden vor allem Multifunktionsgeräte gesucht, die nicht nur telefonieren können. Geschenkt werden heuer auch gerne Digitalkameras oder Kaffeeautomaten. Den Branchenumsatz teilen sich zu jeweils einem Drittel die großen Ketten, die in Einkaufsgemeinschaften verbundenen Händler und der Verkauf über andere Ketten wie z. B Hofer oder Eduscho.

CONSUMER-ELEKTRONIK GRÖSSTER SEKTOR Größter Umsatzbringer mit rund 950 Millionen Euro ist die Unterhaltungselektronik, gefolgt vom IT-Bereich mit 840 Millionen Euro, Telekommunikation und Handy mit rund 730 Millionen Euro und der großen Weißware (Kühlschränke, Waschmaschinen, Trockner usw.) mit 690 Millionen Euro.

Der enorme Ansturm der Konsumenten auf Shopping-Portale im Internet hat den US-Händlern am so genannten Black Friday nicht nur Seitenabstürze, sondern auch neue Rekordumsätze beschert. Wie das Marktforschungsinstitut comScore wissen lässt, konnte der E-Commerce-Sektor alleine insgesamt 595 Millionen Dollar Umsatz erwirtschaften. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von elf Prozent. Auch für den auf den Black Friday folgenden »Cyber Monday« wird eine Weiterführung des Kaufrauschs erwartet. Der Black Friday gilt in den USA und mittlerweile auch in Europa als Startschuss in das Weihnachtsgeschäft.

»Der Black Friday, der für den konventionellen Handel als wahre Goldgrube gilt, entwickelt sich zunehmend zu einem der wichtigen Fixpunkte der Online-Weihnachts-Shoppingwelt«, stellt comScore- Vorsitzender Gian Fulgoni fest. Mit 595 Millionen Dollar an Einnahmen, die an diesem Tag generiert wurden, habe die E-Commerce-Branche das zweithöchste Umsatzergebnis des Jahres erzielt. Ausschlaggebend für diese starke Performance sei nicht zuletzt eine unglaubliche Fülle an speziellen Sonderangeboten, mit denen die Händler die Kauflust der Verbraucher auch über Web-2.0-Dienste wie Facebook oder Twitter angeheizt hätten, so Fulgoni.

Dass der »Black Friday« nicht nur dem stationären Handel, sondern zunehmend auch dem E-Commerce-Sektor kräftig Geld in die Kassen spült, setzt etablierte Branchengrößen wie die US-Handelskette Wal-Mart gehörig unter Druck. Diese müssen sich mittlerweile mit einer wachsenden Zahl von Online-Konkurrenten auseinandersetzen, die sich an der knallharten Dumping-Preisschlacht um die Käufergunst beteiligt haben.

In Österreich erfreuen sich vor allem kleinere Geschenke aus dem IT-Umfeld großer Beliebtheit. Maus- Desktopkombination, Software oder andere Peripherie für den Computer aber auch teurere Geschenke wie Monitore, Handys sowie Fotodrucker gehören wie im Vorjahr zu den Umsatzbringern. Bei Kindern boomen ebenso wie im Vorjahr Spielekonsolen und Zubehör wie Spiele oder Steuergeräte. Auf Altersfreigaben soll heuer vermehrt geachtet werden.

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema


Hosted by:    Security Monitoring by: