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09.12.2009 Alex Wolschann/apa

Industrie kann CO2-Emission durch IT verringern

Die deutsche Industrie kann laut einer Studie bis 2020 rund ein Viertel ihres Ausstoßes klimaschädlicher Treibhausgase mit Hilfe intelligenter Software einsparen.

Die deutsche Industrie kann laut einer Studie bis 2020 rund ein Viertel ihres Ausstoßes klimaschädlicher Treibhausgase mit Hilfe intelligenter Software einsparen. Das wären 207 Mio. Tonnen weniger als in diesem Jahr, heißt es in der Studie "Smart 2020 Deutschland", die am Dienstag beim IT-Gipfel vorgestellt wurde.

Das größte Potenzial gebe es in der Logistikbranche und im Straßenverkehr mit möglichen CO2-Einsparungen von 85,4 Mio. Tonnen. Zwar nehme Deutschland bereits eine weltweit führende Rolle im Klimaschutz ein, es gebe aber noch genügend ungenutzte Potenziale.

Der IT-Sektor sei nur zu einem geringen Teil an den Emissionen des klimaschädlichen CO2 beteiligt, könne aber anderen Industriezweigen beim Klimaschutz helfen: Der Verkehrsfluss könnte intelligenter gesteuert oder durch eine Städtemaut überwacht werden. Die Studie wurde von der Deutschen Telekom, Huawei, SAP, Siemens und der Boston Consulting Group erstellt. Die IT-Branche sieht ihren eigenen möglichen Sparbeitrag bei 13 Mio. Tonnen.

Großes Einsparpotenzial sieht die Studie auch beim Gebäudeklima, wo mit Hilfe von IT-Lösungen 41,8 Mio. Tonnen Kohlendioxid gespart werden könnte. In der Automation könnten 26,4 Mio. Tonnen, in der Stromindustrie 23,6 Mio. Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Darüber hinaus ließen sich Geschäftsreisen vermeiden, wenn Manager sich über Videokonferenzen verständigen würden. Das mögliche Einsparvolumen wird dort auf 16,3 Mio. Tonnen CO2 geschätzt.

Die Unternehmen schlagen mehrere Wege vor, wie die Politik Einsparungen von Treibhausgasen vorantreiben kann. Zum einen sei eine "öffentliche finanzielle Förderung" für IT-Unternehmen denkbar, damit diese Konzepte für Endkunden mit einheitlichen technischen Standards entwickeln. Möglich wäre auch, klimaschädliche Produkte und Lösungen mit einer Sondergebühr und Steuern zu belegen.

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