Der CIO wird zum entscheidenden Erfolgskriterium Detail - Computerwelt

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12.01.2010 Oliver Weiss

Der CIO wird zum entscheidenden Erfolgskriterium

Keine Position im Unternehmen ist derzeit so wichtig wie die des CIO. Er kann mit der IT-Abteilung dem Geschäft in schwierigen Zeiten die dringend benötigten Wachstumsimpulse geben. Allerdings sollte es schon ein unternehmerisch denkender und risikofreudiger CIO sein.

Laut dem IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner ist der Einfluss eines unternehmerisch denkenden CIO am größten, wenn eine hohe Produktivität wichtig ist, wie in der derzeitigen Wirtschaftslage. Die Gartner-Analysten prognostizieren, dass die oberen 25 Prozent der Unternehmen mit dem größten Umsatzwachstum bis 2012 einen CIO haben werden, der unternehmerisch denkt.

Den entscheidenden Charakterzug eines unternehmerisch denkenden CIO sieht Gartner in der proaktiven Bereitschaft und dem notwendigen Mut, Risiken einzugehen und sich entsprechend der wirtschaftlichen Ausrichtung des Unternehmens laufend zu verändern. Es sei die Aufgabe des CIO, Wettbewerbsvorteile zu generieren, die sich direkt auf Umsatz und Marktanteile auswirken. Ein unternehmerisch denkender CIO zeichne sich dadurch aus, dass er mit größtmöglichen Kreativität versucht, Abläufe zu optimieren und neue Standards in Sachen IT-Produktivität zu setzen.

"Eine der größten Herausforderungen für Unternehmen in 2010 ist, wie CEOs und CIOs unternehmerische Aufgaben in einer risikoaversen Umwelt angehen", sagt Jorge Lopez, Vice President und Distinguished Analyst bei Gartner. "Da die Aktionäre eine Abschwächung der Rezession bei ihren alltäglichen Aktivitäten feststellen, werden sie Umsatz und Gewinnwachstum verlangen und sie werden von CEOS und CIOs erwarten ihre höheren Erwartungen zu erfüllen." Lopez rät Unternehmen daher genau zu prüfen, ob sie den richtigen CIO für die Rückkehr zum Wachstum beschäftigen. Dieser sollte visionär, risikofreudig und durchsetzungsfähig sein.

Gartner hält es für sinnvoll, dass ein unternehmerisch denkender CIO gemeinsam mit einem innovativen Geschäftsführer unter dem Dach der IT-Abteilung die Hoheit über die Unternehmens-Ressourcen übernimmt, um die IT besser mit dem Rest des Unternehmens zu verzahnen. Der primäre Fokus des CIO sollte dabei auf der ständigen Anpassung an sich verändernde Bedingungen und damit verbunden der Schaffung neuer Geschäftsmöglichkeiten liegen. Die ständige Veränderung wirkt folgendermaßen auf die IT und damit den Geschäftserfolg von Unternehmen aus:

1.) Wie schnell kann sich ein Unternehmen ändern: Unternehmen müssen über eine Struktur verfügen, die es erlaubt Strategieänderungen schneller zu implementieren als Wettbewerber und damit früher von neuen Umsatzquellen profitieren zu können. Dies ist besonders beim Einstieg in neue Märkte wichtig.

2.) Eine perfekte Abbildung der Unternehmensstrategie: Im Idealfall ermöglicht die IT-Abteilung die Ausweitung der Unternehmensstrategie auf neue Märkte, neue Industrien und neue Anwendungsmöglichkeiten.

3.) Effizienz in den operativen Prozessen: Die IT muss für Produktivitätssteigerung sorgen um Umsatz und Gewinn weiter voranzutreiben. Nur Unternehmen, die sich in diesem Bereich gegenüber der derzeitigen Lage um den Faktor zehn (!) steigern, könnten laut Gartner von wahren Wettbewerbsvorteilen reden.

Laut Gartner-Umfragen hat sich in den vergangenen sechs Jahren nichts daran geändert, dass 60 Prozent aller Geschäftsführer ihre IT-Abteilung als Hemmschuh bei der Reaktion auf Veränderungen sehen. Es liege am unternehmerisch denkenden CIO, Strukturen zu etablieren, die die IT-Abteilung in Einklang mit den Unternehmenszielen bringen. "Als wirklich wertvoll werden sich die CIO erweisen, die es schaffen, dem Unternehmen neue Möglichkeiten zu eröffnen", sagt Lopez.

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