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27.01.2010 Georg Schennet *

Gastkommentar: Gewinnfreibetrag ab 2010

Das neue Jahr bringt eine positive steuerliche Änderung für alle Unternehmer mit sich, denn mit 01.01.2010 trat der ab jetzt 13-prozentige Gewinnfreibetrag für Selbstständige, der von der Wirtschaftskammer schon lange gefordert wurde, endlich in Kraft.

Dieser Freibetrag hebt die steuerliche Benachteiligung von Unternehmern gegenüber Angestellten auf und bringt damit Steuervorteile für rund 150.000 Klein- und Kleinstbetriebe. Es handelt sich quasi um einen Ausgleich zum 13. und 14. Arbeitnehmergehalt unselbstständig Beschäftigter. Beachtlich ist, dass der Gewinnfreibetrag von allen einkommenssteuerpflichtigen Unternehmen, unabhängig von der Art der Gewinnermittlung sowie der Rechtsform, in Anspruch genommen werden kann. Durch diese Neuregelung kann eine effektive Steuerersparnis von bis zu 3.900 Euro erreicht werden. Eine weitere wesentliche Neuerung schafft vor allem den österreichischen Klein- und Kleinstbetrieben zusätzliche liquide Mittel, denn nun entfällt auch die bisherige Verpflichtung, bei einem Gewinn von bis zu 30.000 Euro in gewisse Wertpapiere oder Anlagegüter zu investieren. Dabei geht es immerhin um insgesamt 220 Millionen Euro. Der Gewinnfreibetrag setzt sich aus dem Grundfreibetrag und einem darüber hinaus möglichen investitionsbedingten Gewinnfreibetrag zusammen, wobei man sich als Unternehmer alleine durch den Grundfreibetrag bis zu knapp unter 3.000 Euro sparen kann. Dieser Betrag besteht aus zwei Drittel Einkommenssteuer und einem Drittel geringere Sozialabgaben. Das große bisherige Ungleichgewicht, das jetzt durch die Neuregelung des Gewinnfreibetrags aufgehoben wurde, wird deutlich, wenn man sich Vergleichsrechnungen vor Auge führt: kleine Selbstständige und Arbeitnehmer verdienen mit 26.000 Euro im Schnitt ähnlich viel, jedoch bleiben dem unselbstständig Beschäftigten durch das 13. und 14. Gehalt um gut 2.000 Euro netto im Jahr mehr als dem Unternehmer. Um möglichst rasch von der Neuregelung zu profitieren, sollte man als Unternehmer bereits in den kommenden Tagen eine Herabsetzung der Steuer- und SVA-Beiträge beantragen – denn dann kann sich bereits im Jahr 2010 der 13. und 14. auswirken. Dazu sind einige Voraussetzungen notwendig – fragen Sie dazu die finanzpolitische Abteilung der Wirtschaftskammer oder Ihren Steuerberater! Starten Sie als Unternehmer optimistisch in das neue Jahr und profitieren auch Sie von diesem Steuerzuckerl – ein großer Erfolg für die Wirtschaftskammer im Dienste ihrer Mitglieder.

* Der Autor ist Obmann des Gremiums Computer & Bürosysteme der WK Wien.

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