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08.02.2010 Thomas Mach

(Über)lebensnotwendiger Strategiewandel bei SAP

Ein glückliches Unternehmen mit glücklichen Mitarbeitern und glücklichen Kunden – Hasso Plattner hat hehre Ziele für SAP neu. Nach Monaten der Probleme soll das Unternehmen wieder näher an den Kunden rücken, vor allem das Vertrauen kleiner Firmen soll wiedergewonnen werden.

Um Beruhigung und Perspektive bemüht gibt sich SAP am Tag Eins nach dem überraschenden Ausscheiden von Leo Apotheker und der Rückkehr zur Doppelspitze. Neben Apotheker wird auch Arbeitsdirektor Erwin Gunst den Konzern verlassen. Gunst war für die Effizienz des operativen Geschäfts und der Prozesse verantwortlich.

Vor allem Analysten und Berater hatte schon länger ein Umdenken bei SAP gefordert. "Die SAP Strategie ist aktuell weder für Mitarbeiter noch für Kunden zweifelsfrei zu erkennen", erklärt Andreas Zilch, Vorstand und Lead Advisor der Experton Group. SAP habe in den vergangenen 18 Monaten eine "sehr schwierige Phase" durchgemacht, die "nicht nur auf die Wirtschaftskrise" zurück zu führen sei. SAP habe insgesamt und gegenüber dem Rivalen Oracle an Boden verloren und "war zuletzt extrem verunsichert, hinzu kam eine sehr schlechte externe und interne Kommunikation".

Im Basisgeschäft sei SAP solide und erfolgreich, "Innovationen scheitern aber regelmäßig". Zudem komme, dass die Kommunikation intern wie extern katastrophal sei. Dadurch sei auch die "extreme Verunsicherung auf allen Ebenen zu erklären", unterstreicht Zilch. SAP müsse nicht nur ein solides Basisportfolio liefern, sondern auch Innovationen wie Netweaver und BusinessByDesign erfolgreich entwickeln und vermarkten.

NÄHER AN DIE KUNDEN Genau dies will nun der Konzern tun, "die Neuaufstellung der Unternehmensspitze soll die Produktinnovationen näher mit den Kundenanforderungen zusammenbringen", betonte Hasso Plattner, Mitgründer und Aufsichtsratsvorsitzender des Konzerns. Es habe keine strategischen Differenzen mit dem zurückgetretenen Apotheker gegeben. Auch die Verzögerungen der Mittelstandssoftware Business by Design würden ihm nicht vorgehalten, unterstrich Plattner im Rahmen einer Telefonkonferenz.

"SAP muss ein Unternehmen werden, in dem alle Mitarbeiter an einem Strang ziehen", erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende. Vor allem aber müsse der Konzern das Vertrauen der kleineren Kunden wieder zurückgewinnen. "Wir sind ein Unternehmen, das Gewinn machen muss. Das werden wir aber nur tun, wenn wir auch ein glückliches Unternehmen sind und auch unsere Kunden glücklich sind. Ich werde alles dafür tun, dass SAP wieder eine glückliche Firma wird."

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