Betriebsversammlung bei Siemens-Software SIS Detail - Computerwelt

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23.02.2010 Alex Wolschann/apa

Betriebsversammlung bei Siemens-Software SIS

Der Arbeitskonflikt in der Siemens-Softwaresparte SIS gewinnt wieder an Fahrt. Der Betriebsrat hat für morgen, Mittwoch, zu einer Betriebsversammlung im Wiener Austria Center geladen und erwartet rund 1.600 Kollegen.

Der Arbeitskonflikt in der Siemens-Softwaresparte SIS gewinnt wieder an Fahrt. Der Betriebsrat hat für morgen, Mittwoch, zu einer Betriebsversammlung im Wiener Austria Center geladen und erwartet rund 1.600 Kollegen. Bereits in der Vergangenheit hatte es mehrere Protestveranstaltungen gegeben, zuletzt hatten Belegschaft und Betriebsrat wieder am Verhandlungstisch diskutiert - doch nun "reicht es" SIS-Betriebsratschef Ataollah Samadani. Im Raum steht auch eine Streikdrohung.

"Seit mehr als drei Monaten warten wir auf Informationen der Unternehmensleitung über die Ausgliederung dieses Bereiches, die am 01.07.2010 über die Bühne gehen soll. Schon im Dezember erging ein diesbezüglicher Beschluss des Stammhauses in Deutschland - seither hüllen sich die Verantwortlichen trotz oftmaligen Aufforderungen durch die Betriebsräte, die Pläne des Unternehmens bekannt zu geben, in Schweigen", kritisierte Samadani in einer Aussendung.

Siemens-Österreich-Chefin Brigitte Ederer hat sich heute in einem Rundschreiben an die Belegschaft gewandt und betont, dass derzeit intensiv an der Umsetzung der Ausgliederung des weltweiten Siemens SIS-Netzwerkes gearbeitet werde. "Sobald hier konkrete und belastbare Informationen vorliegen, werden wir Sie davon in Kenntnis setzen", so die Managerin. Dies sei auch der Grund, warum man morgen nicht an der Betriebsversammlung teilnehme. Es sei derzeit noch nicht möglich "seriöse und konkrete Auskünfte zum Procedere zu geben", hieß es.

Laut Samadani ist von der Ausgliederung ein Drittel der Belegschaft von Siemens Österreich betroffen. Er befürchtet, dass Teile der SIS "gezielt in den Konkurs getrieben werden" könnten und verweist auf den Verkauf der Siemens-Handysparte an die asiatische BenQ, die kurz darauf das Handygeschäft u.a. in Deutschland einstellte. Der Betriebsrat will der Belegschaft die Einleitung von Kampfmaßnahmen empfehlen, ausgedehnte Versammlungen und Streiks seien "nicht ausgeschlossen".

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