S&T will schneller wachsen als der Markt Detail - Computerwelt

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08.04.2010 Alex Wolschann/apa

S&T will schneller wachsen als der Markt

Der börsenotierte Wiener IT-Dienstleister S&T will spätestens im zweiten Halbjahr 2010 wieder "in den Offensivmodus gehen" und neue Leute einstellen.

Der börsenotierte Wiener IT-Dienstleister ST, der 2009 erstmals seit zehn Jahren ein negatives operatives Ergebnis eingefahren hat, will spätestens im zweiten Halbjahr 2010 wieder "in den Offensivmodus gehen" und auch wieder neue Leute einstellen - das kündigte Vorstandschef Christian Rosner bei der Präsentation der endgültigen Ergebniszahlen für 2009 an.

ST musste Mitte März die vorläufigen Ergebniszahlen nach unten korrigieren und überraschend einen operativen Verlust von 3,4 Mio. Euro ausweisen. Man dürfe sich jetzt, nach der Krise, aber "nicht zu Tode sparen", sagte Rosner. Zwar wurde der Mitarbeiterstand um 18 Prozent auf 2.581 (Ende 2009) reduziert, man habe aber "ganz klar einen Stopp, was die Mitarbeiter-Reduktion betrifft.

Nach unten darf es gar nicht mehr gehen, um eine kritische Masse nicht zu unterschreiten", erklärte der CEO. Er hoffe, im vierten Quartal, spätestens aber 2011 wieder Berater und Ingenieure einstellen zu können. Im laufenden Geschäftsjahr setzt Rosner auf eine massive Vertriebsoffensive, man habe dafür zehn zusätzliche Leute im deutschsprachigen Raum angeheuert.

Wem die Schuld am Verlust zuzuschreiben ist, hat die ST-Spitze ganz klar ausgemacht: Projekte in Deutschland, der Schweiz und Rumänien "wurden einfach nicht so gemanaged wie sie gemanaged werden hätten sollen, und dadurch sind zusätzliche Aufwendungen entstanden", sagte Rosner. "Es betrifft ausschließlich diese drei Länder und ausschließlich den Bereich Business Solutions." Das habe auch schon zu Konsequenzen beim Management geführt. Mit 1. Februar 2010 wurde der Vorstand um Peter Trawnicek auf vier Leute erweitert - Trawnicek ist für Business Solutions verantwortlich.

CEE-Raum mit Zukunft

In Osteuropa sei man im letzten Jahr "nicht am Sweet Spot" gewesen, so Rosner, aber Zentral- und Osteuropa habe nach wie vor eine gute Zukunft. So seien z.B. die zwei "schwierigen Länder" Ukraine und Moldawien "signifikant profitabel" gewesen. Das liege unter anderem daran, dass man dort - im Gegensatz etwa zu Deutschland - beim Personalstand sehr flexibel auf einen sich verändernden Markt reagieren könne.

Für die nächsten Jahre hat sich Rosner ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: "Wir müssen stärker wachsen als der Markt, um eine entsprechende Profitabilität zu erreichen." Derzeit sei der Markt "schon noch zäh". In den nächsten Jahren werde die Branche jährlich um drei bis fünf Prozent zulegen, "wir müssen schauen, dass wir um zwei, drei Prozentpunkte schneller wachsen".

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