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13.04.2010 pte/Michaela Holy

Twitter startet mit Werbung

Noch heute, Dienstag, soll Twitter die ersten Werbetweets in Umlauf bringen, wie US-Medien berichten. Mit dem Suchanzeigen-Service unter dem Namen "Promoted Tweets" will das Unternehmen seinen Microbloggingdienst profitabel machen.

Die Werbetweets werden zunächst nur in Suchergebnisse integriert und sollen dort an oberster Stelle - ähnlich dem Google-Werbesystem - angezeigt werden. Später will Twitter die Promoted Tweets dann auch in die Streams der User einbauen. "Ich glaube, dass es sich hier um ein erfolgversprechendes Modell handelt, weil es sehr sorgfältig gestartet wird und auf die Nutzerbedürfnisse Rücksicht nimmt", meint Microblog-Experte Günter Exel im Gespräch mit Pressetext. Die Herausforderung werde sein, die Werbung genau auf die Nutzerinteressen abzustimmen.

Damit sich die Werbetweets von anderen unterscheiden lassen, werden diese unter der Werbebotschaft mit einem gelb unterlegten "Promoted by xy" gekennzeichnet. Integriert werden sie nach dem Vorbild der im vergangenen Jahr eingeführten Re-Tweets.

"Wie viel Geld Twitter mit dem Werbemodell tatsächlich verdienen kann, bleibt abzuwarten. Zunächst befindet sich alles noch in der Entstehungsphase und Twitter selbst muss erst nach und nach feststellen, wie die Werbetweets am besten funktionieren", so Exel. Entscheidend werde jedenfalls sein, dass relevante Infos bei den Usern landen und die Anzeigen lokal abgestimmt sind. "Was Starbucks in den USA postet, wird hierzulande kaum jemanden interessieren. Also müssen die Promoted Tweets auf eine lokale Ebene heruntergebrochen werden", ist Exel überzeugt.

Zum Start des Werbeprogramms sind zehn werbetreibende Unternehmen mit dabei. Dazu zählen unter anderem Starbucks, Virgin America, Sony Pictures und Best Buy. In Kürze sollen laut Twitter weitere folgen. "Die Idee hinter Promoted Tweets ist es, die Kommunikation, die Firmen auf Twitter mit den Kunden bereits haben, noch zu verbessern", sagt Dick Costolo, Chief Operating Officer bei Twitter.

Das Abrechnungsmodell befindet sich derzeit in einer Art Experimentierphase und wird sich künftig wohl danach orientieren, wie die Nutzer auf die Werbetweets ansprechen bzw. damit interagieren. Zum Start will Twitter den Werbetreibenden Pakete pro Tausend Impressions je Anzeige verrechnen.

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