Siemens gliedert IT-Sparte SIS mit 1. Oktober aus Detail - Computerwelt

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16.04.2010 Christof Baumgartner/apa

Siemens gliedert IT-Sparte SIS mit 1. Oktober aus

1.500 Mitarbeiter betroffen.

Siemens Österreich-Chefin Brigitte Ederer hat bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt Details über die geplante Ausgliederung der Siemens Softwaresparte SIS bekanntgegeben. Die Konzernzentrale habe entschieden, dass die IT-Sparte aus dem Unternehmen herausgenommen wird und in eine "hundertprozentige Tochtergesellschaft übergeführt wird", sagte Ederer. Die Ausgliederung der SIS wird am 1. Oktober in Österreich stattfinden, betroffen sind 1.500 Mitarbeiter. Es gebe eine eindeutige Entscheidung in der Konzernzentrale, dass man sich nicht von IT-Struktur oder vom Schwerpunkt IT verabschieden wolle, so Ederer. Es gehe darum, "einfach ein bisschen flexibler zu sein". "Es unterscheidet sich trotzdem die IT von den Kerngeschäften wie Energie und Industrie, daher wird das Ganze herausgenommen".

Für die Kunden wird sich nach Angaben der Siemens-Chefin "in Wahrheit" nichts ändern. Bereits vor zwei Jahren habe man die damalige IT-Struktur ausgegliedert, dann wieder eingegliedert. Die Landschaft und die Situation des IT-Bereichs ändere sich sehr schnell, weshalb diese Ausgliederung "notwendig ist".

FÜR MITARBEITER ÄNDERT SICH "GAR NICHTS" Auch für die Mitarbeiter "ändert sich im Moment gar nichts, auch nicht mit 1. Oktober", so Ederer. "Wir haben in diesen SIS-Teilen eine Struktur, die hat früher einmal PSE geheißen, heißt jetzt SISSDE, ist also Teil dieser SIS, die rein ausschließlich Softwareentwicklung für den Konzern gemacht hat." 65 Prozent davon wurden dort für die Telefonie gemacht. "Siemens hat sich in Wahrheit von der Gesamttelefonie im Großen und Ganzen verabschiedet. Es gibt keine Priorität mehr sich im Siemens-Portfolio mit der Telefonie zu beschäftigen." Salopp gesagt gebe es für "65 Prozent dieser Mitarbeiter nicht wirklich mehr einen Kunden", meinte Ederer.

"Wir bemühen uns sehr, dass wir weiter den Kunden Nokia halten, aber im Laufe dieser Entwicklung gab es natürlich die Notwendigkeit dort Menschen abzubauen, aber das ist reine Softwareentwicklung Telefonie", hält sie fest. "Da sind wir noch nicht ganz durch, da haben wir eine gemeinsame Zahl erarbeitet." Für die Mitarbeiter habe man einen sehr großzügigen Sozialplan gemacht. "Wir müssen jetzt da wieder in eine Situation kommen, dass wir dort auch wieder ebenfalls aus den roten Zahlen hinaus kommen. Aber das hat mit der anderen Struktur in Wahrheit wenig zu tun", so Ederer. Für die Tochtergesellschaft gibt es "keinerlei Abbaupläne". Von den 2.000 Siemens-Mitarbeitern sollen in Österreich 1.500 Software-Jobs ausgegliedert werden. Die übrigen 500 Mitarbeiter sollen im Konzern bleiben.

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