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21.04.2010 Edmund E. Lindau

Virtualisierung und Optimierung wichtigste Themen im heimischen IT-Betrieb

Personalkosten sind in der Regel der größte IT-Kostenblock, gefolgt von Soft- und Hardwarekosten. Demgegenüber gelten die Konsolidierung der Infrastruktur und des Anwendungsportfolios als die Top-Einsparungsthemen für 2010.

Die von dem Beratungsunternehmen Consigma gemeinsam mit der COMUTERWELT durchgeführte IT-Umfrage 2010 in Österreich zeichnet ein klares Bild der heimischen IT-Anwender: enormer Kostendruck, hohe Anwendungsorientierung, proaktives Verhalten und Kostentransparenz zeichnen die meisten IT-Abteilungen aus.

Im IT-Betrieb werden etwa 15 Prozent extern, bei IT-Projekten etwa 30 Prozent extern vergeben. Dabei ist jeweils eine große Spanne zwischen null Prozent (kein Outsourcing) und 100 Prozent (volles Outsourcing) zu beobachten. Die Werte liegen damit deutlich unter den Werten von Deutschland. Studien gehen im Nachbarland von rund 30 Prozent Fremdanteil im IT-Betrieb und 40 Prozent bei IT-Projekten aus. Werden Fremdleistungen bezogen, so erfolgt dies mit 48 Prozent aus geographisch angrenzenden Regionen (EU27 bzw. Europa). Andere Regionen wie Indien, Asien oder USA spielen beim heimischen Outsourcing eine untergeordnete Rolle. Nearshoring erzielt ebenfalls niedrige Ressourcen-Kosten, aber durch die größere kulturelle und räumliche Nähe sowie nahezu gleicher Zeitzone werden die Nachteile von Offshoring reduziert.

Bei mehr als der Hälfte der Unternehmen ist der IT-Betrieb bereits ITIL-konform oder die Ausrichtung findet gerade statt. Auf der anderen Seite hat ITIL für rund ein Viertel der Unternehmen überhaupt keine Bedeutung, obwohl diese Unternehmen ebenfalls kontinuierlich den IT-Betrieb optimieren. Generell ist erkennbar, dass sich ITIL in den letzten Jahren als sinnvolle Orientierungshilfe etabliert hat. Bei größeren Unternehmen (mehr als 250 Millionen Euro Brutto-Umsatz) geben bereits 73 Prozent der Befragten an, ITIL-konform zu sein oder haben Projekte initiiert, welche ITIL-Empfehlungen umsetzen.

ITIL & VIRTUALISIERUNG Für rund ein Fünftel der Befragten, welche kontinuierlich Optimierung, Standardisierung und Automatisierung von Prozessen im IT-Betrieb durchführen, hat ITIL jedoch keine Bedeutung.

Virtualisierung sowie Optimierung, Standardisierung und Automatisierung von Prozessen spielen im IT-Betrieb eine wesentliche Rolle. Im Gegensatz dazu finden Themen wie SOA (Service-orientierte Architektur) oder Benchmarking kaum Anwendung.

80 Prozent aller IT-Projekte werden im geplanten Zeit- und 90 Prozent im geplanten Budgetrahmen abgewickelt. Mustergültig bezeichnen sich drei Prozent aller Befragten die angaben, dass alle Projekte innerhalb des geplanten Zeitraums abgeschlossen werden. Ebenso gaben zehn Prozent der Befragten an, dass alle Projekte innerhalb des geplanten Budgets abgeschlossen werden. Generell ist zu sagen, dass die Erfolgsquote aus Sicht der IT-Entscheider – basierend auf den Faktoren Zeit und Budget – sehr hoch ist. Andere Studien zeigen deutlich geringere Erfolgsquoten (teilweise unter 50 Prozent). Mangelnde Ressourcenverfügbarkeit, zu viele Projekte gleichzeitig und intransparente Ziele/Anforderungen sind die Top 3 Gründe, warum Projekte scheitern. Die Höhe der Investition, Bedeutung des Projekts und benötigte interne Ressourcen werden als die häufigsten Kriterien für die Erstellung eines Business-Cases genannt. Auf der anderen Seite gaben 16 Prozent der Unternehmen an, dass keine Kriterien existieren und Business-Cases nur bei Bedarf erstellt werden. 43 Prozent aller Befragten gaben an, dass die IT-Strategie vollständig mit der Geschäftsstrategie abgestimmt ist. Weitere 43 Prozent der Befragten stimmen zumindest teilweise die IT-Strategie mit der Geschäftsstrategie ab. Studien zeigen, dass Unternehmen erfolgreicher sind, wenn die IT-Strategie mit der Unternehmensstrategie abgestimmt ist. Optimierung von Geschäftsprozessen und die Steigerung der Effizienz/Produktivität stehen deutlich im Vordergrund. Kostensenkung wird erst an dritter Stelle genannt. Der CIO entwickelt sich vom Dienstleister für die reibungslose Lieferung von IT-Services zum Vermittler/Bindeglied zwischen Fachabteilung und der IT, sowie zum Business Partner des Managements. Er trägt somit die Verantwortung für die Umsetzung der geschäftlichen Anforderungen in technischen Lösungen.

IT-UMFRAGE 2010 ÖSTERREICH Consigma und COMPUTERWELT haben österreichische Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen aufgerufen, an der Studie teilzunehmen. Insgesamt haben sich mehr als 180 Unternehmen bei der Online-Befragung registriert, davon haben 132 den Fragebogen vollständig ausgefüllt. Das Ergebnis dieser Umfrage gibt Aufschluss über IT-Trends, IT-Innovationen, IT-Investitionen und Entwicklungen bei IT-Budgets. Darüber hinaus zeigt diese Umfrage auf, wo noch Nachholbedarf besteht. Die detaillierten und vollständigen Ergebnisse der IT-Umfrage 2010 Österreich wird allen Teilnehmern seit Mitte April 2010 unentgeltlich und in anonymisierter Form zugestellt. Dazu nimmt Consigma mit allen Teilnehmern Kontakt auf. Darüber hinaus erhalten diese einen Weiterbildungsgutschein für Confare IT-Management-Seminare im Wert von 250 Euro.

Nicht-Teilnehmer haben die Möglichkeit, die anonymisierte IT-Umfrage zu einem Preis von 2.400 Euro (exkl. MwSt.) zu erwerben.

Ziel der Untersuchung war es, ein realistisches Bild hinsichtlich IT-Trends, IT-Innovationen, IT-Investitionen und Entwicklungen bei IT-Budgets zu liefern und daraus Trends abzuleiten. Das Dokument basiert auf Online-Befragungen von österreichischen Unternehmen.

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