MediaMarkt will Nummer 1 im Online-Handel und bei iPad-Verkauf werden Detail - Computerwelt

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06.05.2010 Alex Wolschann/apa

MediaMarkt will Nummer 1 im Online-Handel und bei iPad-Verkauf werden

Der heimische Elektrohandelsriese MediaMarkt möchte künftig auch im Internetgeschäft kräftig mitmischen und zur heimischen Nummer eins beim Onlinehandel aufsteigen.

Der heimische Elektrohandelsriese MediaMarkt möchte künftig auch im Internetgeschäft kräftig mitmischen. "In den nächsten Jahren wollen wir im Online-Handel stark wachsen und die Nummer 1 am Markt werden", gab Frank Kretzschmar, Vorsitzender der MediaMarkt-Geschäftsleitung, das ambitionierte Ziel vor.

Seit gestern, dem 5. Mai, können Kunden auf der MediaMarkt-Homepage www.mediamarkt.at ausgewählte Artikel aus den Bereichen DVD, CD, Software, Notebooks und Notebookzubehör online bestellen. Das Angebot soll nun kontinuierlich ausgebaut werden und letztendlich alle Produktbereiche umfassen.

"Im stationären Handel sind wir schon Marktführer, nun wollen wir es auch im Internet werden", sagte Österreich-Chef Kretzschmar. Die Online-Angebote sind mit den Angeboten im Handel verzahnt - wer online bestellt, kann die Ware auch im Laden abholen. Gefällt einem der Online-Artikel doch nicht, kann man ihn auch im Geschäft zurückgeben. Bezahlt wird per Kreditkarte oder Online-Überweisung, geliefert wird von der Post.

Obwohl nun mit dem Internet ein neuer Vertriebskanal erschlossen wird, bleibt der Fokus auf dem stationären Handel. Aktuell gibt es 23 MediaMarkt- und 12 Saturn-Geschäfte in Österreich. Heuer sperrt noch ein MediaMarkt in Vöcklabruck und zwei Saturn - einer in Liesing, einer im Donauzentrum - auf. In den nächsten zwei bis drei Jahren werden 15 weitere Geschäfte dazu kommen, sagte Kretzschmar. Das dafür benötigte Investitionsvolumen werde 40 Mio. Euro betragen, 800 neue Mitarbeiter würden benötigt. Per Jahresende 2009 hat MediaMarkt/Saturn 2.600 Personen beschäftigt.

Ob sich MediaMarkt/Saturn auch in ehemaligen Cosmos-Geschäften einnistet, sei noch nicht klar. "Wir prüfen die Standorte natürlich, genauso, wie wir alle anderen verfügbaren Standorte auch prüfen", meinte Kretzschmar. Große Umsatzsprünge werde die Cosmos-Pleite MediaMarkt/Saturn aber nicht bescheren, da der Marktanteil zuletzt bei nur 5 Prozent lag. "Der Anteil wird sich wohl auf alle Marktteilnehmer verteilen."

Im vergangenen Jahr hat die Media-Saturn BeteiligungsgmbH trotz intensivem Wettbewerb 1,2 Mrd. Euro umgesetzt, nach 1,1 Mrd. Euro im Jahr davor. Die größten Zuwächse gab es bei Weißware (Kühlschränke, Waschmaschinen usw.) und Fernsehern. Der Verkauf von 3D-Fernsehern laufe an, einen Schub soll die im Juni startende Fußball-Weltmeisterschaft und das Weihnachtsgeschäft bringen. "Weltmeisterschaften sind immer ein kräftiger Umsatzfaktor, ganz anders als Olympiaden", so Kretzschmar.

Die Preise werden kurz vor der WM aber nicht nach oben gehen, im Gegenteil: MediaMarkt lockt kurz vor dem sportlichen Großereignis mit Preisaktionen. Der Preisverfall im Elektrohandel sei generell groß, eine Umsatzsteigerung erziele man da nur über einen höheren Stückverkauf. Auch heuer dürften die Preise für Fernseher und Notebooks weiter sinken.

Das in den USA heiß begehrte iPad von Apple dürfte nun auch bald in Österreich zu haben sein. "Wir werden die Ersten sein, die es verkaufen", kündigte Frank Kretzschmar, Vorsitzender der MediaMarkt-Geschäftsleitung, vor Journalisten in Wien an. Ein genaues Datum stehe noch nicht fest, Kretzschmar glaubt aber, dass es schon in den nächsten Wochen so weit sein könnte.

Eine fixe Zusicherung von Apple, dass MediaMarkt das große Los zieht und das iPad anbieten darf, gebe es zwar nicht, "wir sind aber ein großer Partner von Apple und es ist für alle eine Win-Win-Situation, wenn wir es anbieten", sagte der Media-Markt-Chef. Aus Apple-Kreisen hieß es zuletzt zur APA, genaueres wisse man nicht, wahrscheinlich sei aber ein Verkaufsstart Ende Juni, Anfang Juli.

Das iPad sieht aus wie das Apple-Multimediahandy iPhone. Es ist allerdings fast so groß wie ein Blatt DIN-A4. Bedient wird es komplett über den berührungsempfindlichen Bildschirm, den Touchscreen. Gedacht ist das Gerät vor allem zur mobilen Unterhaltung: Es ist nicht nur ein Lesegerät für elektronische Bücher, es bietet auch Internet, E-Mail, Musik, Filme und Computerspiele, außerdem kann es Dokumente und Präsentationen bearbeiten. Das Tippen funktioniert über eine eingeblendete Tastatur auf dem Touchscreen oder mit einer externen Tastatur.

In den USA wurde bereits zum Start der Verkaufsrekord des iPhone gebrochen. Das iPhone hat einen völlig neuen Milliardenmarkt erschlossen, nämlich den für Apps, also Softwareanwendungen am Handy.

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