Österreichische Staatsdruckerei eröffnet Forschungs- und Qualitätszentrum Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


15.06.2010 Rudolf Felser

Österreichische Staatsdruckerei eröffnet Forschungs- und Qualitätszentrum

Mit einer Million Euro wurden unter anderem moderne Geräte angeschafft, die sonst nur von speziell ausgebildeten Kriminal-Forensikern beim Analysieren von Fälschungen eingesetzt werden.

Unser neues Forschungs- und Qualitätszentrum ist eine Investition um die österreichischen Reisepässe sowie unser gesamtes Portfolio an Hochsicherheitsdokumenten auch in Zukunft zu den sichersten der Welt zu machen, so OeSD-Generaldirektor Reinhart Gausterer anlässlich der Eröffnung. "Als High-Security-Printer sichern wir uns damit auch in den High-Tech-Bereichen der forensischen Fälschungs- beziehungsweise Identitätssicherheit eine führende Stellung."

"Mit einer Gesamtinvestitionssumme von rund einer Million Euro wurden unter anderem modernste High-Tech-Geräte angeschafft, die normalerweise nur von speziell ausgebildeten Kriminal-Forensikern bei der Aufspürung von Dokumentfälschungen eingesetzt werden", erläutert OeSD-Generaldirektor-Stellvertreter Thomas Zach. Im Forschungs- und Qualitätszentrum befassen sich die OeSD-Experten unter anderem mit dem Einsatz von Hochsicherheitsfarben, die aufgrund spezieller Farbpigmente je nach Lichteinfall unterschiedlich leuchten oder erst unter bestimmten Lichtverhältnissen sichtbar sind. Moderne Sicherheitsdrucktechniken, deren Sicherheitsmerkmale erst durch spezielle forensische Technologien nachweisbar sind, sollen hier kontrolliert beziehungsweise weiterentwickelt werden.

ELEKTRONISCHE SICHERHEIT Die Eröffnung des neuen Zentrums markiert einen Meilenstein in der F&E-Arbeit der Österreichischen Staatsdruckerei. "Neben den materiellen Sicherheitsmerkmalen spielt die elektronische Sicherheit heute die wichtigste Rolle", ergänzt Zach. "Der Schutz der elektronisch gespeicherten Daten am Sicherheitschip mittels Digitaler Signatur war bisher ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Forschung und Entwicklung." So werden im Rahmen der Speicherung der persönlichen Daten der Ausweisinhaber - der so genannten "Personalisierung" - diese Daten durch die Digitale Signatur analog zu einem "virtuellen Siegel" vor unerkannter Veränderung geschützt. Hochsicherheitschips schaffen eine zusätzliche Fälschungssicherheit und bieten gleichzeitig die Möglichkeit, biometrische Merkmale für die zweifelsfreie Identitätsabsicherung der Ausweisinhaber zu speichern.

"Unsere Identitätsdokumente gehören damit zu den sichersten der Welt", erklärt Gausterer weiter. Die OeSD entwickelt im Durchschnitt pro Jahr fünf neue Hochsicherheitsdokumente für mehr als 60 Staaten auf fünf Kontinenten, beispielsweise Mauritius, die Malediven oder Montenegro.

Im neuen Forschungs- und Qualitätszentrum soll aber nicht nur zum Thema Sicherheit geforscht und entwickelt, sondern auch neueste Methoden zur Überprüfung der Belastbarkeit von Ausweisdokumenten eingesetzt werden. So können etwa in einer Klimakammer extreme Witterungsbedingungen (von -30 bis +70 Grad Celsius, 0-100 Prozent Luftfeuchtigkeit) simuliert werden. Hinzu kommen zahlreiche mechanische Belastungstests, die sicherstellen sollen, dass die Reisepässe auch bei vielfältiger Belastung in unterschiedlichen Klimazonen einsetzbar und funktionsfähig bleiben. (pi)

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema


Hosted by:    Security Monitoring by: