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16.06.2010 Edmund E. Lindau

Information, Kommunikation & IT meistern schwieriges 2009

Angesichts eines Rückgangs des nominellen Bruttoinlandsprodukts um -1,8 Prozent ist das Umsatzplus der IKT-Sparte mit plus zwei Prozent Erfolg und Indikator dafür, dass der IT-Dienstleistungssektor einigermaßen krisenresistent ist.

»Wenn die Inlandsnachfrage kränkelt, werden die Exportanstrengungen der Betriebe intensiviert«, erklärt Pollirer das erfreuliche Ergebnis von 14,8 Prozent durchschnittlicher Exportquote der Fachverbände in der Bundessparte IC. So beträgt mittlerweile der Anteil der Exporte am Gesamtumsatz knapp 21 Prozent bei Unternehmensberatung/IT und auch die Buch- und Medienwirtschaft verbucht 20,1 Prozent Exportleistung. Erfreulicherweise zeigen auch die Sektoren Ingenieurbüros und Werbung/Marktkommunikation nach wie vor einen überdurchschnittlichen Exportanteil, womit »unsere Sparte insgesamt nach wie vor einen sehr großen Beitrag zur Erfolgsgeschichte der österreichischen Exportwirtschaft beigetragen hat«, so Hans-Jürgen Pollirer, Obmann der Bundessparte Information und Consulting.

Bemerkenswert ist der konstant hohe Aufwand der Ausbildungskosten in der Bundessparte IC mit durchschnittlich 1,7 Prozent des Gesamtumsatzes für 2009. »Die Unternehmen haben richtig reagiert. In den krisenbedingten Stehzeiten wurden die Mitarbeiter nicht freigesetzt, sondern es wurde in ihre Ausbildungsoffensive investiert. Diese Ausbildungsoffensive schafft letztlich einen internationalen Wettbewerbsvorteil und sichert Zukunftschancen für die Betriebe«, unterstreicht der Bundesspartenobmann. Vor allem die Finanzdienstleister haben um 2,8 Prozent ihre Ausbildungskosten gesteigert und die Werbung um 1,9 Prozent. Im Jahresvergleich lagen die Ausbildungskosten der gesamten Sparte 2008 bei 1,4 Prozent, 2007 bei 0,9 und 2006 bei 0,5 Prozent. Für Spartenobmann Pollirer ist die IT-Branche der Motor im technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereich und schon allein deshalb faszinierend. Sie hat eine zentrale wirtschaftliche Bedeutung und ist »die« technologische Schlüsselbranche von heute und morgen. »IKT inklusive Hardware- und Softwaresysteme sind Wirtschaftsgüter mit den größten Wachstumsraten und nehmen eine Spitzenposition in der volkswirtschaftlichen Leistungsrechnung ein.«

Trotz gestiegener Investitionen in die Ausbildung musste die Sparte in einem schwierigen Wirtschaftsjahr eine Reduzierung des Beschäftigtenstandes um 8.000 auf rund 182.000 hinnehmen. »Auch punkto Beschäftigte haben sich unsere Betriebe – im Vergleich zu anderen Branchen – relativ gut gehalten. Dazu trägt sicherlich die stark klein- und mittelständische Struktur unserer Betriebe bei, in der Mitarbeiter so lange wie möglich gehalten werden«, so Pollirer über den vergleichsweise moderaten Beschäftigungsrückgang. Doch es wird auch Personal gesucht: »Gerade im IT-Bereich werden Fachkräfte gesucht, zum Beispiel Entwickler. Es gibt hier ein Potenzial von circa 2.000 bis 3.000 offenen Stellen«, konstatiert Pollirer für die IT-Branche. Dabei werden Unternehmer trotzdem immer öfter zu »Einzelkämpfern«. Nach Branchen unterteilt finden sich die meisten EPU im Handwerk und Gewerbe (35,6 Prozent), gefolgt vom Handel (27,6 Prozent), Information und Consulting (22,5 Prozent), Tourismus (9,2 Prozent), Transport/Verkehr (3,7 Prozent) und der Industrie (1,4 Prozent). Allein in der WKÖ-Bundessparte Information und Consulting beträgt der Anteil der EPU an allen Unternehmen 61,3 Prozent.

AUFTRAGSLAGE VORSICHTIG POSITIV Bornett zur Konjunkturprognose 2010: »Die Auftragslage ist gut. Die Betriebe sind durchaus mit ihrer Situation zufrieden. Die Auslastung ist im Vergleich zum Vorjahr besser und etwa auf dem Niveau von 2007. Für 2010 erwarten sich die Unternehmer durchschnittlich ein Plus von knapp vier Prozent. Insbesondere die Finanzdienstleister, die sich 2009 nur sehr bescheiden entwickeln konnten, und die Werbung/Marktkommunikation als wichtiger Konjunkturindikator blicken wieder optimistisch in die Zukunft.« Zusammenfassend betonen Pollirer und Bornett unisono: »Die Ampel für die wirtschaftliche Entwicklung der in der Sparte Information und Consulting zusammengefassten Unternehmen steht für das Jahr 2010 auf Grün. Wir haben wieder Aufwind.«

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