Internetwirtschaft generiert sechs Milliarden Euro Detail - Computerwelt

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17.06.2010 apa/Christof Baumgartner

Internetwirtschaft generiert sechs Milliarden Euro

Die heimische Internetbranche sieht sich als wichtiger Wirtschaftsfaktor und will das mit einer Studie belegen.

Die heimische Internetbranche sieht sich als wichtiger Wirtschaftsfaktor und will das mit einer Studie belegen. Österreichs Internet Service Provider produzieren Güter und Dienstleistungen im Wert von knapp sechs Milliarden Euro und bieten mehr als 33.000 Menschen einen Job, errechnete Professor Gunther Maier von der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien im Auftrag des Dachverbands ISPA. Die Wertschöpfung beträgt 2,8 Mrd. Euro. Die Internet Service Provider hätten mit einem Multiplikatoreffekt von 1,67 einen stärkeren Effekt auf die Gesamtwirtschaft als etwa die Baubranche oder das Gaststättenwesen.

"Eine Erhöhung der Nachfrage nach Erzeugnissen und Dienstleistungen der Internetwirtschaft um beispielsweise 1.000 Euro führt zu einer Produktionsleistung von 1.670 Euro, erläuterte Maier. Besonders stark sei dieser Effekt bei den unternehmensbezogenen Dienstleistungen. Mehr als die Hälfte der Produktion, nämlich 3,1 Mrd. Euro, bleibe in der Wirtschaft, der Rest gehe an Endkonsumenten. Die Internet-Service-Anbieter seien "relativ stark auf die österreichische Wirtschaft bezogen", konstatierte Maier. Die Branche beziehe ihrerseits Wirtschaftsleistungen und Importe in der Höhe von 2,46 bzw. 0,7 Mrd. Euro.

BRANCHE ZAHLT GUT Die Internetwirtschaft beschäftigt knapp 1,3 Prozent der heimischen Arbeitnehmer - und zahlt gut, nämlich pro Kopf rund 41.000 Euro brutto im Jahr. Der österreichische Durchschnitt liegt bei etwa 36.000 Euro, so Maier, der für seine Studie ausschließlich vorhandene statistische Daten aus 2005 bzw. 2007 auswertete.

Laut ISPA-Präsident Andreas Koman ist es wichtig, die Leistung insbesondere der kleinen Provider nicht zu übersehen. Die regulatorischen Rahmenbedingungen dürften sich deshalb "nicht nur am Incumbent" - also des Ex-Monopolisten Telekom Austria - orientieren. Als größte Herausforderung für die Zukunft sieht er den Sprung zu schnelleren Netzen - "ich glaube, den wird grundsätzlich der Markt schaffen". Sollten punktuell Förderungen nötig werden, dann "wettbewerbsneutral". Beispielsweise könnte man die Erlöse aus der Versteigerung der digitalen Dividende dafür verwenden, regte der ISPA-Präsident an. Für wichtig befindet Koman auch die sogenannte Netzneutralität, die ebenfalls der Wettbewerb erhalten werde. Um die Gleichbehandlung aller Teilnehmer im Datenverkehr zu erhalten, brauche es Transparenz.

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