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29.06.2010 Rudolf Felser

Grenzenlose Mobilität für Elektrofahrzeuge – zumindest in Europa

Bei Handys ist es beschlossene Sache: Ein einheitlicher Standard für Ladegeräte soll mit der ständigen Suche nach dem richtigen Kabel Schluss machen. Nun soll das Gleiche auch mit Elektrofahrzeugen geschehen.

Die europäischen Normungsorganisationen (CEN-CENELEC und ETSI) werden ein gemeinsames Ladesystem für Autos, Roller und Fahrräder mit Elektroantrieb entwickeln, wurde von der EU-Kommission mitgeteilt. Antonio Tajani, Vizepräsident der Europäischen Kommission, übermittelte den Kommissionsauftrag zur Entwicklung der einschlägigen Normen an den Präsidenten und die Generalsekretärin des CEN-CENELEC, David Dossett und Elena Santiago Cid, zusammen mit John Philips, Vorsitzender der UN-Generalversammlung des ETSI. Durch die neuen Normen soll ein sicheres und einfaches Aufladen aller Arten von Elektrofahrzeugen und ihrer Batterien in allen EU-Mitgliedstaaten sichergestellt werden.

Die Kommission geht davon aus, dass die Norm bis Mitte 2011 fertig ist. Nicht unwichtig, wenn "grenzenlose Mobilität" für elektrisch betriebene Vehikel angestrebt wird. Wenn zur ohnehin knappen Verfügbarkeit von Elektro-Tankstellen auch noch Kompatibilitätsfragen ins Spiel kommen, ist das hinderlich für den Erfolg der umweltfreundlicheren Technologie.

Antonio Tajani, Kommissionsvizepräsident und zuständig für Unternehmens- und Industriepolitik, sieht das ähnlich: "Elektroautos sind kein abstraktes Konzept mehr; sie werden in naher Zukunft auf unseren Straßen fahren. Um ihnen den Weg zum wirtschaftlichen Erfolg zu ebnen, müssen wir eine Zersplitterung des europäischen Marktes durch inkompatible Systeme verhindern. Ein gemeinsamer Ansatz ist daher sowohl für die europäischen Verbraucher als auch für die Herstellerfirmen wichtig. Durch ihn kann die EU in diesem Sektor eine weltweit führende Position einnehmen."

Durch den Normungsauftrag soll sichergestellt werden, dass Elektrofahrzeuge von ihren Fahrern sicher aufgeladen werden können. Außerdem soll gewährleistet werden, dass Ladegeräte für Elektrofahrzeuge (und ihre ausbaubaren Batterien) mit den Ladestationen und allen Arten von Elektrofahrzeugen kompatibel sind, so dass die Nutzer ihre Elektrofahrzeuge überall in der EU mit demselben Ladegerät aufladen können. Gemäß dem Auftrag haben die Normungsorganisationen die Fragen im Zusammenhang mit dem intelligenten Laden zu berücksichtigen. Durch intelligentes Laden können die Nutzer ihre Fahrzeuge während der Nebenzeiten aufladen, um einen möglichst niedrigen Preis und eine möglichst effiziente Energienutzung zu erzielen. Die laufenden Aktivitäten in internationalen Normungsorganisationen fließen in die Erstellung der europäischen Norm ein. Die Europäische Kommission hat versprochen weiterhin eng mit den Normungsorganisationen und der Industrie zusammenzuarbeiten, um die fristgerechte Entwicklung der Norm zu gewährleisten. (rnf/pi)

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