Österreichs Internetnutzung hinkt hinterher Detail - Computerwelt

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07.07.2010 Christof Baumgartner/pi

Österreichs Internetnutzung hinkt hinterher

Die Kluft des Digital Divide stellt europaweit nach wie vor eines der Hauptprobleme der IKT-Branche dar. In Österreich ist diese Kluft laut einer aktuellen Studie besonders groß.

Rund die Hälfte der Österreicher ist täglich online, womit das Land den europäischen Vorreitern um ein bis zwei Jahre hinterherhinkt, warnt Christian Untersteiner, Head of Practice Consumer & Business Applications von Ericsson Western & Central Europe. Laut einer Umfrage des schwedischen Telekomausrüsters ist es 47 Prozent der befragten österreichischen Intensivnutzern wichtig, ständig online zu sein. In Summe aller Befragten (1.250 Personen) waren es hingegen 18 Prozent. Das stärkste Wachstum verzeichnen die Nutzung von sozialen Netzwerken wie Facebook und das Video-Schauen. »Die Konsumenten wollen Zugang ins Internet, egal wann, wo und wie. Gleichzeitig steigt die Zahl der Anwendungen. Das stellt die Betreiber vor neue Herausforderungen in punkto Qualität, Geschwindigkeit und Verfügbarkeit der Infrastruktur«, so Untersteiner. Die Geräte werden immer kleiner und handlicher – und das Internet wandert in die Akten- oder Hosentasche. »Der Laptop wird zum persönlichen Begleiter. Er schafft unterwegs Zugang zu wichtigen Online-Services von Social Networks bis Online-Banking«, sagt Sandberg.

IMMER MEHR SMARTPHONES Die Laptop-Verbreitung in der Bevölkerung hat sich seit der letzten Befragung 2007 fast verdoppelt: von 29 auf 55 Prozent. Wird der Laptop in erster Linie »geplant« eingesetzt, so ermöglicht das Smartphone den spontanen Zugriff auf das Internet. Ein Viertel der Österreicher plant, sich als nächstes Handy ein Smartphone zuzulegen. Damit wird auch das Datenvolumen weiter ansteigen. Wer ein Smartphone hat, setzt es auch für den Webzugang ein: Ein Drittel der Smartphone-User surft bereits täglich im Internet.

Die ConsumerLab-Studie zeigt zudem auf, dass in Österreich die Kluft zwischen »Early Adopters«, also technologie-affinen Internet- und Handy-Nutzern, die gerne mit neuen mobilen Diensten und Funktionen experimentieren, und der breiten Masse größer ist als in anderen Teilen Europas. So ist es 47 Prozent der »Early Adopters« wichtig, überall Internet-Zugang zu haben, aber nur 18 Prozent der insgesamt Befragten. Die »Early Adopters« in Österreich seien zwar ebenso erfahren und auf dem neuesten Stand wie in anderen europäischen Ländern, aber die Kluft sei generell breiter als in anderen EU-Märkten, heißt es. »Die durchschnittlichen Anwender von neuen Technologien sind etwa zwei bis drei Jahre hinten, was den Massenmarkt betrifft«, so Untersteiner weiter.

Österreich benötige eine flächendeckende, leistungsstarke Breitbandinfrastruktur, um für die Zukunft gerüstet zu sein. »Wir entwickeln uns zu einer vernetzten Welt. 2010 wird alles miteinander verbunden sein: Menschen und Unternehmen ebenso wie unterschiedlichste Geräte.« Bis 2020 erwartet Ericsson etwa 50 Milliarden vernetzte Devices. Derzeit sind es etwa 700 Millionen.

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