Heimische Web-Start-ups auf der Suche nach Investoren Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


19.07.2010 apa/Oliver Weiss

Heimische Web-Start-ups auf der Suche nach Investoren

Österreichische Internet-Start-ups leiden unter dem Mangel an Investoren. Die Suche nach Geldgebern ist meist langwierig, auch Förderungen sind wichtig um innovative Ideen umsetzen zu können.

Österreichische Internet-Start-ups leiden unter dem Mangel an Investoren. Die Suche nach Geldgebern ist meist langwierig, auch Förderungen sind wichtig um innovative Ideen umsetzen zu können. Beim österreichischen Digital-Marketing-Kongress "Summit 10" am vergangenen Freitag (16. Juli) diskutierten Gründer von heimischen Web-Start-ups über Finanzierung, ErlösstrategienErlösstrategien und Marktperspektiven.

Die Palette der Web-Start-ups, die am "Summit 10" mitdiskutieren, reicht von einer Online-Videothek (flimmit.com) über eine Thermensuchmaschine (thermencheck.com) bis hin zu einem Online-Modevertrieb und -produzenten (garmz.com). Was sie verbindet ist die Schwierigkeit, Investoren zu finden. Sie benötigen Venture Capital, zeitlich begrenzte Mittelüberlassungen in Form von Risikokapital. Dieses Kapital zu finden sei in Österreich, wie in ganz Europa, ohnehin schwer, 2009 sei es wegen der Wirtschaftskrise nahezu unmöglich gewesen. Ganz anders sei es im Silicon Valley: Dort gebe es mehr "Angel"-Investoren, die sechsstellige Eurobeträge vorfinanzieren, und eine viel bessere Vernetzung der gesamten Web-Branche.

Andreas Klinger ist Mitbegründer des Web-Start-ups "garmz" - ein Portal für junge Modeschaffende, die ihre Ideen unabhängig produzieren und verkaufen wollen. Nach der Firmengründung 2008 begann die Suche nach Investoren. Zahlreiche internationale Verhandlungen waren gescheitert, nach einem Jahr fand man doch noch Geldgeber, darunter Russen und Schweizer. "Man braucht verrückte Ideen, um Investoren zu finden", so Klinger. Wichtig ist ihm, dass seine Investoren produktives Feedback geben, aber sich nicht zu sehr in die Geschäftstätigkeit einmischen. Das Unternehmen ist für die nächsten zehn Monate vorfinanziert, dann stehen die nächsten Verhandlungen an.

Förderungen wie "departure" oder "aws" sind laut den Diskutierenden beim "Summit 10" wichtig für heimische Start-ups, jedoch als einzige Finanzierungsquelle meist nicht ausreichend. Oftmals müssen Start-ups Investoren finden, um überhaupt eine Förderung zu erhalten. Zudem sei der bürokratische Aufwand für den Erhalt sehr groß und brauche viele Kapazitäten. Wichtig sei auch, sich durch das Feedback aus den Förderstellen nicht zu sehr verunsichern zu lassen. Dies führe oftmals zu weit weg von der Umsetzung der zugrundeliegenden Geschäftsidee.

Ein Investor für Web-Start-ups ist Markus Gruber, sein Unternehmen "i5invest" zählt acht Mitarbeiter und investiert derzeit in zehn Start-ups. Im Gespräch mit der APA nennt er seine wichtigsten Kriterien bei der Entscheidung über ein Investment: Die Erfahrung und Heterogenität der Teammitglieder, der Zeitaufwand für die Umsetzung des Geschäftsplans und Höhe der potenziellen Erträge. Sein Unternehmen erwerbe durchschnittlich 20 Prozent der Anteile von Start-ups, diese bemessen sich an einem fiktiven, zukünftigen Wert. Bis zu den ersten Rückflüssen dauert es durchschnittlich "ehrliche drei Jahre", rund 20 Prozent der Investments seien Totalausfälle. (apa)

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema

  • SEQIS GmbH

    SEQIS GmbH Qualitätssicherung, Expertensysteme, Tools, Security Audits, E-Commerce-Software, B2B Dienste und Lösungen, Übernahme von Softwareprojekten,... mehr
  • EASY SOFTWARE GmbH

    EASY SOFTWARE GmbH Schrifterkennung, Mobile Lösungen und Applikationen, Management Informationssysteme (MIS), Dokumentenmanagement und ECM, Business Intelligence und Knowledge Management mehr
  • Editel Austria GmbH

    Editel Austria GmbH Supply Chain Management, E-Procurement und Supply Chain Management, Datenkonvertierung, Überwachungssysteme, Trust Center/Zertifizierungssoftware, Digitale Signatur, Datensicherung,... mehr
  • Anexia

    Anexia Application Service Providing, Auftragsentwicklung für Software, Individual-Softwareentwicklung, RZ-Dienstleistungen, Übernahme von Softwareprojekten, User Helpdesk-Systeme und Hotlines mehr

Hosted by:    Security Monitoring by: