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24.08.2010 pte

Übernahmen: Käufer haben Krise verschlafen

Wer ein Unternehmen kaufen möchte, sollte am besten in einer Krise zugreifen – soweit die Theorie. Doch in der Praxis fehlt oft der Mut dazu.

Die Erfolgsaussichten einer Übernahme sind in wirtschaftlich schwierigen Phasen am größten, zeigt die Unternehmensberatung A.T. Kearney. Nicht nur in der aktuellen Krise ist der M&A-Markt (Mergers & Acquisitions) jedoch beinahe gänzlich ausgetrocknet. Auch in früheren Depressionen haben Fusionen und Übernahmen sowohl an Anzahl als auch Volumen stets abgenommen. Derzeit erholen sich die Geschäfte angesichts des beginnenden Aufschwungs wieder allmählich. Die größten Chancen haben die Käufer aber verpasst.

Gerade in wirtschaftlich schwachen Zeiten trauen sich nur wenige Interessenten über einen Firmenkauf. Dabei ist die Aktienperformance jener Unternehmen, die in der Rezession zugreifen, zwei Jahre später im Durchschnitt um 15 bis 20 Prozent höher als bei Käufern, die nur in konjunkturellen Hochphasen akquirieren. Antizyklisch fusionierende Betriebe wachsen außerdem schneller als der Branchendurchschnitt. Sie profitieren von der "sehr viel höheren" grundsätzlichen Fusionsbereitschaft der potenziellen Übernahmeziele. Nachhaltige Wettbewerbsvorteile lassen sich anhand von Übernahmen in Schwächezeiten eher erzielen als in Hochphasen.

CHANCEN VS. RISIKEN Generell bleiben M&A-Aktivitäten sowohl in wirtschaftlich stabilen als auch turbulenten Phasen ein Risiko. Laut A.T. Kearney werden alle mit Fusionen oder Übernahmen verbundenen Ziele nur in den seltensten Fällen erreicht. In Bezug auf mögliche Synergieeffekte bleiben die meisten Akquisitionen hinter den Erwartungen zurück und gerade in Krisenzeiten kann eine Fusion schnell zur Nagelprobe für das Top-Management werden.

"Die Herausforderung, in wirtschaftlichen Abschwungphasen ein anderes Unternehmen zu übernehmen, ist in Summe sicherlich sehr viel größer als in Boomphasen", meint Jürgen Rothenbücher, Leiter der Strategie-Practice bei A.T. Kearney. Gleichzeitig sind jedoch auch die Chancen, dadurch mehr Wert zu schaffen und auf innovative Art und Weise zu wachsen, ungleich höher. (pte)

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