Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


25.08.2010 Rudolf Felser/Christof Baumgartner

Wappwolf im Silicon Valley

Das österreichische Startup Wappwolf wurde eingeladen, auf der DEMO Conference 2010 im Silicon Valley seine Lösung erstmals der Weltöffentlichkeit vorzustellen.

IKT-Startups haben es in Österreich immer noch schwerer als an anderen Orten der Welt – beispielsweise im Silicon Valley. Deswegen hat das im Juli gegründete österreichische Unternehmen Wappwolf auch die »DEMO Conference«, die dieses Jahr von 13. bis 15. September ebendort stattfindet, als Bühne für den Launch ihres Web-Services ausgesucht. Wobei: »ausgesucht« ist das falsche Wort. Die Veranstalter filtern aus unzähligen Bewerbungen jedes Mal nur die interessantesten Startups heraus. Die Unternehmen haben dann jeweils sechs Minuten um auf der Bühne und beim Publikum einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Beim Networking lässt sich dieser Eindruck dann verstärken.

Wappwolf wird seine Internet-Plattform vorstellen, die eine Art App-Baukasten darstellt. Einerseits können Softwareentwickler dort Anwendungen für den geschäftlichen oder den privaten Bereich anbieten, die von Wappwolf gehostet werden. Mittels der »Workflow-Engine« können die einzelnen Apps aus der Cloud zu einer Folge von Arbeitsschritten, also einem Workflow, verknüpft werden. Der Rohstoff, der von den einzelnen Apps wie ein Produkt auf einem Fabriks-Fließband verarbeitet wird, sind Dokumente. Ein Dokument kann beispielsweise erst mittels Screenshot in ein Bild umgewandelt und dann auf Flickr hochgeladen werden. Die entstandenen App-Ketten können dann wieder separat gespeichert werden. Das könnte beispielsweise automatisiertes E-Invoicing für eine breite Front an Unternehmen leichter machen. »Ganz im Sinne von Web 2.0 und Social Media soll ein reger Austausch zwischen Anwendern und Entwicklern enstehen, was durch Diskussionsforen, Top-Listen, Bewertungen und die Möglichkeit für gezielte Anfragen nach Lösungen unterstützen wird«, erklären die Unternehmensgründer Michael Eisler (CEO) und Harald Weiss (CFO).

Derzeit kann man sich leider noch nicht selbst von dem Potenzial des Cloud-App-Baukastens überzeugen, sondern sich nur auf der Webseite »vormerken« lassen. Aber im Blog der »Wappwölfe« kann man sich zumindest schon mal einen Vorgeschmack holen.

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