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21.09.2010 apa/Rudolf Felser

Streit um Börse-Ausschluss von webfreeTV

Der angeschlagene burgenländischen Multimediadienstleister webfreeTV.com fliegt wie erwartet von der Wiener Börse. Kampflos will das Unternehmen aber nicht aufgeben.

Heute, Dienstag, gab die Wiener Börse den Widerruf der Zulassung des Unternehmens zum Geregelten Freiverkehr per 31. Oktober bekannt. Bis dahin bleibt die Aktie vom Handel ausgesetzt.

Grund für den Rausschmiss sei der wiederholte Verstoß gegen die Publizitätspflichten gemäß Börsegesetz, unter anderem im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von Jahresfinanzberichten.

Die Papiere von webfreeTV.com sind seit Mitte Mai vom Handel ausgesetzt. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat wegen mutmaßlichen Verstoßes gegen die Veröffentlichungspflichten schon mehrere Verfahren gegen das zwischenzeitlich akut von der Insolvenz bedrohte Unternehmen eingeleitet. Außerdem hat die Staatsanwaltschaft ehemalige Vorstände im Visier. Gegen drei Manager, für die die Unschuldsvermutung gilt, wird wegen Verdachts auf grob fahrlässige Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen, Betrug und betrügerische Krida ermittelt. Zuletzt wurde bekannt, dass sich Ex-Vorstand Rudolf Fußi und sein Nachfolger Alexander Vogel gegenseitig mit Klagen eindecken wollen.

WIDERSTAND Unmittelbar nach der Ankündigung der Wiener Börse gab sich webfreeTV.com kämpferisch. Der Multimediadienstleister will gegen seinen Rausschmiss von der Wiener Börse "alle zur Verfügung stehenden Rechtsmittel ausschöpfen, um insbesondere die Anlegerinteressen der Aktionäre der Gesellschaft bestmöglich zu wahren", teilte das Unternehmen am Dienstag ad hoc mit.

"Die von der Behörde angenommene beharrliche Verletzung der Folgepflichten lag zum Zeitpunkt des Widerrufs nach der Auffassung des Aufsichtsrates der Gesellschaft nicht vor und war insbesondere infolge Neubestellung des Vorstandes auch für die Zukunft nicht zu befürchten", so webfreeTV.

Vorstand und Aufsichtsrat könnten außerdem nicht nachvollziehen, warum die Börse der Gesellschaft nicht ermöglicht habe, binnen einer Nachfrist den gesetzmäßigen Zustand wiederherzustellen. Zumal keine Anlegerinteressen vorlägen, die gegen die Setzung einer solchen Nachfrist sprächen. (apa)

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