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21.09.2010 pte

Apple investiert in Gesichtserkennung

Spieglein, Spieglein an der Wand: Apple plant seine Gesichtserkennungs-Services zu verbessern und hat zu diesem Zweck die skandinavische Technologiefirma Polar Rose gekauft.

Wie der Online-Dienst pressetext aus verlässlichen Quellen erfahren haben will, beträgt der Verkaufspreis rund 29 Mio. Dollar. Weder Apple noch Polar Rose wollten die Übernahme bisher kommentieren.

Das in Malmö ansässige Unternehmen war eines der ersten Start-ups, das bereits 2006 auf das Thema Gesichtserkennung gesetzt hatte. Neben einer Suchmaschinen-Plug-in experimentierte Polar Rose zuletzt mit einem Plug-in für Facebook und Flickr, das bei der automatischen Zuordnung von Gesichtern auf Fotos zum Einsatz kam. Vor wenigen Wochen wurde der kostenlose Dienst allerdings plötzlich mit dem Verweis eingestellt, die Technologie könnte zukünftig lizenziert werden.

Während das Thema zunächst vor allem von innovativen Start-ups wie Polar Rose aufgegriffen wurde, sind mittlerweile alle großen Unternehmen wie Apple, Google, Facebook oder Microsoft auf den Zug aufgesprungen. Apple etwa setzt bereits seit Jahren bei seiner Fotoapplikation iPhoto, aber auch bei Aperture auf Gesichtserkennung. "Die Technologie ist in den vergangenen Jahren sehr gereift und kommt folglich in immer mehr Applikationen zum Einsatz", meint auch der ehemalige Polar-Rose-CEO Nikolaj Nyholm im Gespräch mit dem Online-Dienst pressetext.

Nyholm hat das Unternehmen vor gut einem Jahr verlassen und arbeitet seitdem für die Venture Capital Firma Sunstone Capital. Die vermeintliche Übernahme von Polar Rose durch Apple wollte Nyholm zwar nicht kommentieren. "Das Rennen um die beste Bilderkennung ist definitiv im Gange", ortet Nyholm jedenfalls die Branche in Bewegung.

Der seit Jahren vorgebrachte Kritikpunkt, dass Gesichtserkennungstechnologien datenschutzrechtlich eine Gefahr bedeuten, kann Nyholm bis zu einem gewissen Maß verstehen, aber nicht teilen. "Das eigene Gesicht ist etwas ganz persönliches und privates, das man in gewissen Situationen auch nicht mit anderen Menschen teilen will. In Wahrheit gibt es aber eine ganze Reihe anderer Technologien, die sich für das Nachverfolgen und die Auswertung von persönlichen Gewohnheiten viel besser eignen", sagt Nyholm. (pte)

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