HP entlohnt Léo Apotheker fürstlich Detail - Computerwelt

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04.10.2010 Thomas Cloer*

HP entlohnt Léo Apotheker fürstlich

Als neuer Mann an der Spitze von Hewlett-Packard kann sich Léo Apotheker wahrlich nicht beklagen. Apotheker erhalte ein Gehaltspaket, das großzügiger geschnürt sei als bei seinem Amtsvorgänger Mark Hurd, berichtet das "Wall Street Journal".

Einer Analyse der New Yorker Beratungsfirma James F. Reda Associates zufolge könnte sich Apothekers anfängliche Entlohnung auf bis zu 51,8 Millionen Dollar belaufen - HPs Schlusskurs vom Freitag (40,07 Dollar) und die Annahme zugrundgelegt, dass der neue CEO im ersten Geschäftsjahr den vollen Bonus einfährt. Mark Hurd habe in seinem ersten Jahr an der HP-Spitze hingegen maximal "nur" 32 Millionen Dollar einfahren können, sagte Reda-Berater David Schmidt.

Allein für die Unterschrift unter seinen neuen Arbeitsvertrag erhielt Léo Apotheker vier Millionen Dollar und damit doppelt so viel wie seinerzeit Hurd. Apothekers Grundgehalt bei HP beträgt 1,2 Millionen Dollar, dazu kommen weitere sechs Millionen Dollar möglicher Bonus. Damit steht der frühere SAP-Chef zwar auf den ersten Blick schlechter da als Hurd (1,4 Millionen Dollar/8,4 Millionen Dollar), allerdings ist sein Beteiligungspaket um einiges größer. Es besteht im Wesentlichen aus Restricted Shares und performance-abhängigen Restricted Stock Units (RSUs).

ICH BIN EIN WELTBÜRGER In einer Telefonkonferenz hatte Apotheker vor allem seinen internationalen Hintergrund herausgestellt. "HP ist ein globales Unternehmen, und ich bin unter anderem ein Weltbürger", erklärte der 57-jährige Manager. Apotheker ist ein alter Vertriebshase, der edle französische Tropfen zu schätzen weiß, aber nie länger in den USA gelebt hat und auch wenig Erfahrung mit der Hightech-Szene in der Bay Area hat. HP mit Hauptsitz in Palo Alto gehört zu den Urgesteinen des Silicon Valley.

Apotheker arbeitete mehr als 20 Jahre in verschiedenen Vertriebsposititionen bei der SAP, zum Schluss ein Jahr als Co-CEO neben Henning Kagermann und sieben Monate allein an der Firmenspitze, bevor er im Februar dieses Jahres seinen Hut nehmen musste. Offenbar hatte nicht nur SAP-Mitgründer Hasso Plattner den Eindruck gewonnen, der Kagermann-Alleinerbe stelle Kunden und Unternehmen über die Belange der Belegschaft. Erschwerend kam noch der bisweilen rüde Umgangston hinzu, den Apotheker gelegentlich an den Tag legte. *Thomas Cloer ist Redakteur der deutschen Computerwoche.

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