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06.10.2010 Christof Baumgartner

780 Millionen Euro EU-Förderungen

Die Europäische Kommission plant eine der höchstdotierten Aufforderungen zur Einreichung von IKT-Forschungsvorschlägen, die es im Zuge der EU-Forschungsrahmenprogramme jemals gegeben hat.

Im Rahmen der Aufforderung werden 2011 Fördermittel in Höhe von insgesamt 780 Mio. Euro vergeben. Dadurch soll die Forschung unter anderem in den Bereichen Internet der Zukunft, Robotersysteme, intelligente und eingebettete Systeme, Photonik, IKT zur Förderung der Energieeffizienz sowie Gesundheit und Wohlergehen im Alter vorangetrieben werden. Im Rahmen der Digitalen Agenda für Europa hat sich die Kommission verpflichtet, das Jahresbudget für IKT-Forschung und -Entwicklung bis mindestens 2013 weiterhin um 20 Prozent jährlich zu erhöhen.

»Die angekündigte Förderung der Weltklasseforschung in Europa sollte erhebliche zusätzliche Investitionen auf Seiten der Förderungsempfänger auslösen. Diese Forschungstätigkeiten werden die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie weiter verbessern«, sagte die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Neelie Kroes. Die mit 780 Mio. Euro dotierte Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen (IKT-Aufforderung Nr. 7) ist Teil des bislang größten Jahresarbeitsprogramms des 7. Forschungsrahmenprogramms der EU.

INTERNET DER ZUKUNFT Im Rahmen der Aufforderung werden Forschung und technische Entwicklung in den Bereichen Netzaufbau, digitale Medien und Service-Infrastrukturen für das Internet der Zukunft mit 120 Millionen Euro gefördert. Diese Gebiete seien wesentlich für die Bewältigung der Herausforderungen, denen die zunehmend digitale Gesellschaft Europas im nächsten Jahrzehnt gegenübersteht. Der Partnerschaft »Internet der Zukunft« wurden bereits knapp hundert Millionen Euro zugewiesen, um die steigende Nachfrage nach innovativen Internetanwendungen zu nutzen und Infrastrukturen wie das Gesundheitswesen, die Energienetze oder Verkehrsleitsysteme »intelligenter« zu machen.

Für eine Förderung kommen Universitäten, Forschungszentren, kleine und mittlere Unternehmen (KMU), aber auch Großunternehmen und weitere Organisationen innerhalb und außerhalb Europas in Betracht. Vorschläge können bis zum 18. Januar 2011 eingereicht werden. Sie werden von unabhängigen Expertengremien bewertet, die anschließend anhand ihrer Qualität eine Auswahl treffen.

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