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21.10.2010 Herbert Konrad*

Gastkommentar: Gewinnfreibetrag nutzen

Mit diesem Jahr wurde der lange von der Wirtschaftskammer geforderte Gewinnfreibetrag mit dem Steuerreformgesetz beschlossen.

Er hebt die steuerliche Benachteiligung von Unternehmern gegenüber Angestellten auf und bringt damit Steuervorteile für rund 150.000 Klein- und Kleinstbetriebe. Es handelt sich quasi um einen Ausgleich zum 13. und 14. Arbeitnehmergehalt unselbstständig Beschäftigter.

Das Beachtliche an dem Grundfreibetrag ist, dass alle natürlichen Personen mit betrieblichen Einkunftsarten in seinen Genuss kommen – unabhängig davon, ob sie ihren Gewinn mittels Einnahmen-Ausgaben-Rechnung oder Bilanzierung ermitteln. So kann eine effektive Steuerersparnis von bis zu 3.900 Euro erreicht werden. Eine weitere wesentliche Neuerung schafft vor allem den heimischen Klein- und Kleinstbetrieben zusätzliche liquide Mittel, da auch die bisherige Verpflichtung, bei einem Gewinn von bis zu 30.000 Euro in gewisse Wertpapiere oder Anlagegüter zu investieren, wegfällt.

Der Gewinnfreibetrag beträgt 13Prozent des Gewinns und ist mit maximal 100.000 Euro begrenzt – womit Gewinne bis zu 769.230 Euro von der Begünstigung erfasst werden. Er setzt sich aus dem Grundfreibetrag für Gewinne bis zu 30.000 Euro und einem darüber hinaus möglichen investitionsbedingten Gewinnfreibetrag zusammen, wobei man sich als Unternehmer alleine durch den Grundfreibetrag bis zu knapp unter 3.000 Euro sparen kann. Dieser Betrag besteht aus zwei Drittel Einkommenssteuer und einem Drittel geringere Sozialabgaben.

Der Grundfreibetrag, der für Gewinne bis zu 30.000 Euro zusteht, wird automatisch berücksichtigt. Übersteigt der Gewinn diese Grenze, kann zusätzlich ein investitionsbedingter Gewinnfreibetrag geltend gemacht werden. Voraussetzung ist, dass Sie als Unternehmer im gleichen Kalenderjahr Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens oder bestimmte Wertpapiere angeschafft haben, wobei der Freibetrag keinen Einfluss auf die AfA-Basis hat. Somit wirken sich die Anschaffungskosten doppelt gewinnmindernd aus. Einerseits werden die Kosten im Jahr der Anschaffung über den Freibetrag abgesetzt und andererseits kann die volle Abschreibung geltend gemacht werden!

Der Grundfreibetrag bis 30.000 Euro Gewinn wird automatisch zuerkannt. Um von der Neuregelung des investitionsbedingten Gewinnfreibetrags zu profitieren, müssen Sie diesen in der Steuererklärung des betreffenden Jahres ausweisen.

* Herbert Konrad ist Obmann-Stellvertreter des Gremiums Computer und Bürosysteme der WKW.

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