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04.11.2010 Christian H. Leeb*

Garmz: Know-how made in Austria

Heute möchte ich über ein Unternehmen berichten, das vor drei Jahren gestartet hat und erst jetzt anfängt sichtbar zu werden.

Mir kommt das manchmal vor wie eine Supernova-Explosion, die erst nach einiger Zeit wahrgenommen wird und auch dann nur, wenn man in diese Himmelsregion schaut. Sind dann einmal alle Fernrohre ausgerichtet, gibt es viele selbsternannte Experten, die es immer schon gewusst haben. Warum aber dauert es mehr als drei Jahre?: 1. Vieles braucht tatsächlich Zeit. Zeit zum Überlegen, für Diskussionen, zum Aufbau des Teams, zum Suchen von Experten, Recherchen im Internet, Studieren von Zahlen und Berichten, Schreiben von Plänen und Konzepten, Entwicklung von Prototypen und vieles mehr. 2. Das liebe Geld zu beschaffen, mit dem manches zu beschleunigen wäre, braucht ebenfalls viel Energie und Zeit. 3. Und dann ist noch das Klima, das in Österreich für neue Businessideen, die wirklich innovativ sind, leider nicht fruchtbar genug ist, weswegen wahrscheinlich auch das in dieser Ausgabe vorgestellte Sart-up Österreich verlassen wird.

Das Unternehmen dieser Ausgabe ist Garmz, das die Vision realisiert, die Modebranche nachhaltig zu verändern. Haben Sie schon einmal überlegt, wie Kleidung entsteht, die Sie am Körper tragen? Ganz kurz und vereinfacht: Es sind große Modelabels, die mit Trendscouts heraus zu finden versuchen, was massentauglich wird und dann zu günstigen Kosten irgendwo in Billiglohnländern unter teilweise fragwürdigen Bedingungen massenweise produzieren. Dann wird noch Massenwerbung in Massenmedien geschalten und die Ware wird dann in vielen Shops rund um den Globus verkauft.

Wie soll die Kleidungsproduktion bei Garmz laufen? Hier können viele Designer ihre Modeentwürfe auf der Garmz-Plattform im Internet präsentieren – potentielle Träger jedes einzelnen Modestücks können – auch unter Zuhilfenahme der sozialen Netzwerke – eingeladen werden, Feedback liefern und Bewertungen abgeben. Damit hat wiederum der Designer die einmalige Chance, zu einem sehr frühen Stadium der Arbeit seine Kunden kennenzulernen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. Nur wenige Menschen, die ein Modestück bestellen, sind notwendig, damit sich Garmz um Produktion und Versandt kümmert. Alle jemals produzierten Stücke sind dann auch im Garmz Webshop erhältlich.

Garmz bringt also die vielen einzelnen Designer mit ihrer jeweiligen Klientel zusammen. Dieser »long tail«, die Summe aller Nischenmärkte, ist größer als der Massenmarkt und bringt dazu noch den Effekt individuellere Kleidung als bisher kaufen zu können. Wir freuen uns darauf!

Sind Sie selbst ein Start-up und wollen hier präsentiert werden? Haben Sie Anregungen und Kommentare? Nehmen sie unter chleeb@gmail.com Kontakt auf.

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