EU-Datenschutzbeauftragter macht Druck auf EU Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


15.11.2010 Alex Wolschann/apa

EU-Datenschutzbeauftragter macht Druck auf EU

Der EU-Datenschutzbeauftragte Peter Hustinx verstärkt den Druck auf die EU-Kommission, ihre Anfang November vorgestellte Datenschutz-Strategie so rasch als möglich umzusetzen.

Der EU-Datenschutzbeauftragte Peter Hustinx verstärkt den Druck auf die EU-Kommission, ihre Anfang November vorgestellte Datenschutz-Strategie so rasch als möglich umzusetzen. Spätestens bis Mitte des kommenden Jahres sollten adäquate Vorschläge auf dem Tisch liegen, forderte Hustinx heute in Brüssel.

"Datenschutz ist keine abstrakte Sache, sie betrifft jeden Aspekt unseres täglichen Lebens, unsere Familie, unsere Arbeit, unsere Vorlieben, unseren Lebensstil, unsere Sicherheit, unsere Gesundheit", sagte der EU-Datenschutzbeauftragte. In einer Gesellschaft, in der persönliche Informationen in nicht mehr messbarem Umfang und oft ohne das Wissen des Betroffenen verwendet werden, sei ein starker und effektiver Schutz der persönlichen Daten unbedingt notwendig. Dafür würden neben der Kommission auch die aktive Beteiligung des Europäischen Parlaments und des Rates nötig werden. "Die Herausforderungen sind enorm, Platz für Fehler gibt es hier keinen", so Hustinx.

Die neue Datenschutz-Richtlinie müsse auf den beiden Prinzipien "Privatheit durch Design" und "Verantwortlichkeit" aufbauen, forderte Hustinx. Das bedeute, dass einerseits der Schutz der Privatsphäre bereits bei der Gestaltung und Umsetzung eines informationstechnologischen Systems eingebettet werden müsse, und andererseits sowohl im öffentlichen als auch privaten Sektor Maßnahmen ergriffen werden müssten, um die Datensicherheit durch Verantwortliche zu gewährleisten. Datenschutz sollte ein Anliegen des Top-Managements sein.

ÖVP-Delegationsleiter Ernst Strasser regt an, den Datenschutz über den Tod hinaus in einem "Cyber-Nachlass" zu regeln. Es stelle sich nämlich die Frage, "was zum Beispiel passiert nach dem Tod mit dem Facebook-Profil oder Email-Konto des Verstorbenen?", so Strasser. Jeder Online-User müsse viel mehr Kontrolle über seine Daten bekommen, als das bisher der Fall war. Bereits jetzt gebe es Firmen, die gegen Entgelt Passwörter von Internetusern entgegennehmen und übermitteln diese bei Bedarf oder im Todesfall an Angehörige. Es bleibe jedoch unklar, ob diese hoch sensiblen Daten bei solchen Vereinbarungen ausreichend geschützt seien und wie der Datenschutz in diesem Fall kontrolliert werden könne.

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema

  • VOQUZ Technologies GmbH

    VOQUZ Technologies GmbH Öffentliche Verwaltung, Maschinen- und Anlagenbau, Finanzdienstleistungen, Qualitätssicherung, Product Lifecycle Management (PLM), Mobile Lösungen und Applikationen, Management Informationssysteme (MIS),... mehr
  • Bechtle IT-Systemhaus Österreich

    Bechtle IT-Systemhaus Österreich WLAN-Systeme, Netzwerk-Systeme (LAN, MAN, WAN), Netzwerk-Management, Server-Betriebssysteme, Verschlüsselungs- und Kryptografie Software, Security Audits, Notfalls-Rechenzentren,... mehr
  • Rittal GmbH

    Rittal GmbH Netzwerk-Management, Netzkomponenten, Zugangs- und Zutrittskontrolle, Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV), Überwachungssysteme, Notfalls-Rechenzentren, Netzwerk- und Systemüberwachung,... mehr
  • eyepin GmbH

    eyepin GmbH Application Service Providing, Auftragsentwicklung für Software, Individual-Softwareentwicklung, Programmierung, Übernahme von Softwareprojekten mehr

Hosted by:    Security Monitoring by: