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16.11.2010 Alex Wolschann/apa

Informations- und Consultingbranche im Aufwind

Die Informations- und Consultingbranche ist in den ersten sechs Monaten des Jahres um 4,5 Prozent gewachsen.

Die Informations- und Consultingbranche ist in den ersten sechs Monaten des Jahres um 4,5 Prozent gewachsen. Vor allem Immobilientreuhänder mit einem Plus von rund elf Prozent und Finanzdienstleister mit einem Plus von sechs Prozent entwickelten sich überdurchschnittlich.

Während die Unternehmen nach dem Krisenjahr 2009 an Zuversicht gewinnen, zeichnet sich bei der Finanzlage eine Zweiklassengesellschaft ab, berichteten die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und die KMU Forschung Austria in Wien. Der Aufwärtstrend wird sich aber auf die Beschäftigtenzahlen nur minimal auswirken. In den nächsten sechs Monaten rechnen WKÖ und KMU Forschung Austria mit einem Personalplus von unter einem Prozent. Laut Hans-Jürgen Pollirer, Obmann der Bundessparte Information und Consulting, liegt das an der Personalpolitik der Branche, die "während der Finanzkrise den Personalstand hoch gehalten hat und jetzt davon profitiert". Dennoch mangele es in Österreich mittelfristig an 2.000 IT-Spezialisten, so der Spartenobmann.

Generell sind die Unternehmen mit dem Geschäftsverlauf im heurigen Jahr zufriedener als im Vorjahr. Für die ersten drei Quartale 2010 verzeichnen 36 Prozent (2009: 22 Prozent) bessere Geschäfte als im Vorjahreszeitraum, während 26 Prozent (2009: 36 Prozent) schlechtere Zahlen aufweisen. Daher zeigen sich die Firmen auch für die nächsten Monate zuversichtlicher als im Vorjahreszeitraum.

Licht und Schatten gibt es bei den Finanzen der Branche. Für die WKÖ hat die Forschungseinrichtung KMU Forschung Austria die Finanzierungsstruktur und Ertragskraft der Branche genau unter die Lupe genommen. Dabei zeigen sich große Unterschiede innerhalb der zehn Fachverbände der Informations- und Consultingbranche. Während Finanzdienstleister und Versicherungsmakler mit 27 Prozent bzw. 13 Prozent Gewinn vor Steuern hochprofitabel sind, kämpfen die Druckereiunternehmen und die Medien mit Raten von unter drei Prozent. Bei den Druckereien bleibt am Ende des Jahres gar nur einer von 50 umgesetzten Euro übrig.

Das versinnbildlicht die generelle Zweiklassengesellschaft innerhalb der Branche. Während WKÖ und KMU Forschung Austria 30 Prozent der Betriebe als "Top-Unternehmen" bezeichnen, würde ein nahezu gleich hoher Anteil an Firmen das Attribut "Flop" verdienen. Die finanziell gesunden Unternehmen weisen dabei "eine Eigenkapitalquote von mehr als 20 Prozent und eine Umsatzrentabilität von mindestens fünf Prozent auf", erklärte Walter Bornett von der KMU Forschung Austria. Die Problemkinder hingegen würden mit negativen Eigenkapitalquoten und/oder Verlusten kämpfen. "Basel III wird die Situation für diese Betriebe noch verschärfen", ergänzte Pollirer.

Die Informations- und Consultingbranche bildet die drittgrößte Sparte innerhalb der österreichischen Wirtschaft und inkludiert unter anderem Immobilientreuhänder, Finanzdienstleister, Unternehmensberater, Telekommunikationsunternehmen, Druckereien sowie die Medien und die Werbewirtschaft. Sie umfasst 115.000 Unternehmen, die 180.000 Arbeitnehmer beschäftigen. Sie hat mit 70 Prozent die anteilsmäßig größte Zahl an kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aller Sparten.

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