In Zukunft gefragt: Der "Money-Making CIO" Detail - Computerwelt

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17.11.2010 Edmund E. Lindau

In Zukunft gefragt: Der "Money-Making CIO"

Die Gartner-Veranstaltung Symposium/ITxpo in Cannes hat sich mittlerweile in Europa zur wichtigsten Plattform für IT-Professionals und IT-Executives sowie für IT-Anbieter und IT-Dienstleister auf der anderen Seite entwickelt.

Das 20. Gartner Symposium/ITxpo war die bisher größte und wichtigste Konferenz für Entscheider im IT-Sektor in Europa und hat sich damit als ein wertvolles internationales Austauschforum zwischen Führungskräften etabliert.

Gartner als größtes Forschungs- und Beratungsunternehmen in der IT-Welt legt dabei besonderen Wert auf objektive, unabhängige Inhalte. Selten wird so viel Wissen zu brandaktuellen Themen zusammengefasst mit der Gelegenheit, dieses auch mit den besten Köpfen diskutieren zu können. Die über 200 Präsentationen sowie eine Keynote von Michael Dell standen heuer ganz unter dem Motto »Transitions: New Realities, Rules and Opportunities«. Die Conclusio der viertägigen Veranstaltung: Das Leben der CIO wird zunehmend noch schwieriger, weil das IT- und Technologiewissen der Mitarbeiter in den Unternehmen extrem zugenommen hat und die Mitarbeiter sehr oft nicht darauf warten, bis die IT ihnen bestimmte Services anbietet, sondern viele Services und Funktionalitaeten proaktiv einfordern. Das bringt für die CIO doppelten Stress: Zum Einen die systemtechnische Integrationsmöglichkeit und zum Anderen die budgetmässige Machbarkeit. In Zukunft gefragt ist ein ganz neues Berufsbild, das die Experten mit dem vielsagenden Begriff des »Money-Making CIO« umschreiben. Bis zum Jahr 2015 werde sich die Entlohnung der meisten neu berufenen CIO in den 2.000 größten Unternehmen direkt an dem durch IT generierten Umsatz pro Jahr bemessen, erläutern sie die Entwicklung. Die IT müsse deshalb künftig beispielsweise direkt in der Produkt- und Servicentwicklung mitwirken.

Der Wandel und die damit verbundenen Unsicherheiten drücken sich auch in der Entwicklung des EMEA-Marktes für IT-Dienstleistungen aus für den Gartner auch weiterhin Probleme diagnostiziert. Die Marktforscher gehen hier von der langsamsten Wachstumsrate aller Segmente aus. Für 2010 erwartet Gartner ein Ergebnis von 234,0 Milliarden US-Dollar und damit einen Rückgang von 5,6 Prozent. Die Gründe sieht Gartner in einer gewissen Risikoscheu und einer Kosten-fokussierten Geisteshaltung.

Ab 2012 rechnet Gartner damit, dass die Ausgaben für Enterprise-Software die für Enterprise-Hardware überflügeln. Dieser Trend soll bis 2014 anhalten. Die Entwicklung wird in Westeuropa primär von Deutschland und Frankreich getrieben und steht in deutlichem Kontrast zu Ländern wie Griechenland, Italien, Spanien und Portugal, die mit schwachem Wachstum zu kämpfen haben. Außer den Utilities müssen alle Branchen mit Rückgängen rechnen. Bei den Utilities prognostiziert Gartner ein Wachstum von 1,9 Prozent und ein Ergebnis von 46,2 Milliarden für 2010. Dieses Segment soll laut Gartner das stärkste jährlich Wachstum bis 2014 aufweisen. Nächstes Jahr sollen allerdings nur zwei Branchen – das Verkehrs- und das Bildungswesen – in EMEA mit Rückgängen bei den IT-Ausgaben zu rechnen haben.

STRATEGISCH WICHTIGE TECHNOLOGIEN Die Marktforscher von Gartner haben die ihrer Meinung nach zehn wichtigsten Technologien und Trends für 2011 vorgestellt, die für Unternehmen im nächsten Jahr von strategischer Bedeutung sein sollen:

  • Cloud Computing: Gartner erwartet, dass grosse Organisationen bis 2012 ein Sourcing-Team zusammengestellt haben, das für Entscheidungen und Management rund um Cloud-Sourcing zuständig ist.
  • Mobile Applications und Media Tablets: Bis Ende 2010 werden 1,2 Milliarden Menschen mobile Geräte besitzen, die zu mobilem Handel fähig sind und so eine ideale Umgebung für die Konvergenz von Mobilität und Internet bieten.
  • Social Communications und Collaboration: Soziale Technologien sollen bis 2016 in die meisten Geschäftsanwendungen eingebaut sein.
  • Video: Über die nächsten drei Jahre wird Video für die meisten User ein gängiges Medienformat werden.
  • Next Generation Analytics: Wachsende Rechenfähigkeit der Computer wird dazu führen, dass Simulationen oder Modelle berechnet werden können, die ein zukünftiges Resultat liefern.
  • Social Analytics: Dies beschreibt den Prozess, die Resultate von Interaktionen und Verbindungen zwischen Menschen, Themen und Ideen zu messen, zu analysieren und zu interpretieren.
  • Context-Aware Computing: Context-Aware Computing beschreibt das Konzept, Informationen von der Umgebung eines Users zu nutzen, um die Interaktionsqualität mit diesem Benutzer zu verbessern.
  • Storage Class Memory: Die Marktforscher sehen eine riesige Verwendung von Flash-Speichern in Consumer-Geräten, Unterhaltungsmedien und anderen eingebetteten IT-Systemen.
  • Ubiquitous Computing: Mit der wachsenden Ausbreitung von Computern und der Möglichkeit, Alltagsgegenstände durch RFID-Tags mit Computern kommunizieren zu lassen, können Netzwerke nicht mehr auf die traditionelle, zentralisierte Art organisiert werden.
  • Fabric-based Infrastructure und Computer: Ein Computer ist nach diesem Ansatz kein großes Ganzes, sondern lediglich die Summe vieler einzelner Teile. Module wie Prozessoren oder Speicherkarten sind demnach austauschbar – und das gilt auch für eine gesamte Infrastruktur mit Netzwerkbandbreiten und Verknüpfungen.
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