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19.11.2010 Christof Baumgartner/apa

Zehn Jahre Telekom Austria an der Börse

Am 21. November 2000 ging die zuvor staatliche Telekom Austria (TA) bei denkbar schlechten Rahmenbedingungen an die Wiener und New Yorker Börse - und wurde im Umfeld der platzenden Dot.com-Blase gleich einmal abgestraft.

Die Staatsholding ÖIAG musste am Vortag des Börsestarts den Preis der Aktie mit neun Euro und damit am untersten Ende des Preisbandes von neun bis 13 Euro festsetzen.

Insgesamt sollte der Verkauf von einem Viertel der TA 1,16 Mrd. Euro in den Staatshaushalt spülen. Die damalige Infrastrukturministerin Monika Forstigner (FPÖ) verteidigte den Börsegang trotz Krise der "New Economy" ebenso wie Amtskollege Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ). Forstinger sprach von einer "Volksaktie" und Grasser betonte die "sehr professionelle Vorbereitung" des Börseganges.

Die Investoren sahen das offensichtlich anders. Die Aktie der Telekom verlor an ihrem ersten Handelstag an der Wiener Börse gleich einmal 7,22 Prozent. Auch an der New Yorker Börse konnte die TA kein gelungenes Debüt feiern - die Aktie gab um knapp 12 Prozent nach. Grasser lies sich davon aber nicht beeindrucken. "Ich bin überzeugt, dass der Börsegang richtig ist und zu einem richtigen Zeitpunkt durchgeführt wurde", meinte er damals.

STABILER KURS Zehn Jahre später liegt der Kurs nun bei rund elf Euro, an der Börse in New York ist die TA mittlerweile nicht mehr gelistet. Zum Börsestart war der damalige Telekom-Chef Heinz Sundt extra an den Big Apple gereicht, um sichtlich stolz in der New York Stock Exchance die berühmte Glocke zum Ende des Börsetages zu läuten. Bis zum Jahr 2007 ging es mit dem Börsenkurs aufwärts, der Spitzenwert der Aktie lag bei 21,35 Euro. Danach ging es bis zum Jahr 2009 wieder steil bergab, seitdem bewegt sich der Kurs stabil etwas über zehn Euro. Derzeit hat die Telekom 443 Millionen Aktien ausstehen. Die Republik hält über die ÖIAG 28,42 Prozent, die restlichen knapp 72 Prozent befinden sich im Streubesitz (inkl. Mitarbeiteranteile und eigene Aktien). Knapp ein Drittel der Anteile werden von US-Eignern gehalten.

Für Ametsreiter hat der Börsegang der TA "den Transformationsprozess zu einem erfolgreichen Telekommunikationskonzern deutlich beschleunigt". Die Telekom Austria Group sei mittlerweile mit rund 22. Mio. Kunden in acht Ländern zu einem führenden Player in Zentral- und Osteuropa aufgestiegen. "Das hätten wir ohne Börsengang nicht geschafft", ist sich Ametsreiter sicher. Mit der Kursentwicklung zeigt er sich zufrieden: "Die Aktie der Telekom Austria Group hat seit dem Börsegang im Jahr 2000 ein Plus von 25 Prozent erzielt. Im selben Zeitraum ist der internationale Branchenindex DJ Telco Stoxx um 50 Prozent gesunken."

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