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20.12.2010 Michaela Holy

Erfolgsgeheimnisse der Unternehmen

Wo stehen Unternehmen in Bezug auf Leistungsfähigkeit? An welche Maßnahmen glauben Unternehmen? Und worauf setzen Marktführer? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Hernstein Management Report. Befragt wurden 302 Führungskräfte in der DACH-Region.

Während mehr als die Hälfte der Schweizer und deutschen Unternehmen vor allem auf radikale Changeprozesse setzen, um die betriebliche Leistungsfähigkeit zu erhalten, sind nur 29 Prozent der österreichischen Unternehmen überzeugt, dass einschneidende Veränderungen notwendig sind. Dafür setzen 47 Prozent der österreichischen Unternehmen auf kurzfristige Maßnahmen, wie z.B. die Forcierung des Vertriebes und Kostenreduktion, wenn es um den Erhalt der Leistungsfähigkeit geht.

23 Prozent der österreichischen Unternehmen sehen in ihren Umsatz- und Gewinnzahlen überhaupt keinen Anlass für Änderungen oder Maßnahmen. In Deutschland und der Schweiz können dieser Aussage nur acht bzw. elf Prozent zustimmen. "Es scheint, dass österreichische Unternehmen von der Krise weniger betroffen waren bzw. sich weniger betroffen fühlen", so die Hernstein Institutsleiterin Katharina Lichtmannegger. "Das mag auch an der österreichischen Wirtschaftsstruktur liegen."

Eigentümergeführte Unternehmen glauben mehrheitlich, die Leistungsfähigkeit eher durch kurzfristige Maßnahmen erhalten zu können, wohingegen nur 27 Prozent der managementgeführten Unternehmen diese Meinung teilen. Auch die Unternehmensgröße ist entscheidend. Firmen über 1.000 Mitarbeiter sind eher für einen radikalen Change als für kurzfristige Maßnahmen" erläutert die Hernstein-Leiterin die Ergebnisse.

Länderübergreifende Gemeinsamkeiten gibt es allerdings bei den Maßnahmen zur Sicherung der Leistungsfähigkeit. Unternehmen setzen dabei auf ihre Mitarbeiter. 70 Prozent meinen, dass das Engagement und das Wissen der MitarbeiterInnen besser zu nutzen sei. An zweiter Stelle steht die Entwicklung der Führungskräfte und des Managementteams. 53 der befragten Großunternehmen halten es für notwendig, sich mit Trends, Forschung und Entwicklung zu befassen.

Die Studie zeigt auch Widersprüchlichkeiten auf. Einerseits werden die Mitarbeiter als zentraler Erfolgsfaktor gesehen, andererseits ist es den Unternehmen nicht so wichtig, dass die Mitarbeiter mit kundenbezogenen Informationen in Berührung kommen. Nur 42 Prozent aller Unternehmen geben an, dass dies eine erfolgreiche Maßnahme zur Sicherung der Leistungsfähigkeit sei.

Die Aufgaben der Führungskräfte in Bezug auf die Sicherung der Leistungsfähigkeit sind vielfältig. Neben der Investition in Mitarbeiter, die bei den befragten Führungskräften an erster Stelle rangiert (70 Prozent), werden auf Platz 2 gleichwertig die langfristige Planung, die Entscheidungsfreudigkeit und der Umgang mit Widersprüchen sowie das Schaffen von Dialog- und Austauschräumen genannt.

"Die Umfrage zeigt sehr gut, dass sich die Führungskräfte der Aufgaben und Erwartungen, die an sie gestellt werden, bewusst sind. Um diesen Anspruch im Führungsalltag gerecht zu werden, braucht es eine Klarheit über die eigene Rolle, Stabilität als Person und gutes Selbstmanagement. Und das bedeutet wiederum eine konsequente Arbeit an der eigenen Persönlichkeit", so Katharina Lichtmannegger.

Und was zeichnet Marktführer aus? Nach Ansicht der befragten Unternehmen ist der entscheidende Wettbewerbsvorteil, die hohe Außenorientierung (63Prozent) in Verbindung mit einer klar definierten Strategie (57 Prozent). Die Preispolitik ist für 54 Prozent der Führungskräfte das Erfolgsrezept, um an die Spitze der Branche zu gelangen. Personalthemen wie Teamfähigkeit im Management und das Image als attraktiver Arbeitgeber stehen am unteren Ende der Skala. Unternehmerisches Lernen rangiert an letzter Stelle. "In Deutschland wurde das Thema allerdings schon als sehr bedeutend erkannt (56 Prozent). Wir können nur hoffen, dass auch österreichische Betriebe bald kollektives Lernen, insbesondere bei Führungskräften als Produktivitäts-Turbo erkennen", so Lichtmannegger.

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