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20.12.2010 Rudolf Felser

EU und USA unterzeichnen E-Health-Vereinbarung

Die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission Neelie Kroes und US-Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius haben eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.

Diese Vereinbarung soll ein gemeinsames Vorgehen hinsichtlich der Interoperabilität elektronischer Patientenakten sowie bei Bildungsprogrammen für IT-Personal und medizinische Fachkräfte fördern. Gemeinsame Standards und Interoperabilität sollen nicht nur der E-Health-Branche enorme Wachstumsmöglichkeiten eröffnen, sondern auch Sicherheit und Qualität der Gesundheitsversorgung positiv beeinflussen.

Damit die Patienten die Vorteile von E-Health-Diensten nutzen können, braucht das Gesundheitswesen entsprechend qualifizierte IT-Kräfte. Die Vereinbarung soll das Potenzial des E-Health-Markts steigern und EU-Unternehmen Geschäfte in den USA ebenso erleichtern wie US-Unternehmen in Europa.

Neelie Kroes: "Nichts beeinflusst das Leben mehr als die Gesundheit. Die heutige Vereinbarung ist sehr zu begrüßen. Sie ist eine hervorragende Grundlage, auf der wir die Zusammenarbeit zwischen der Kommission und den US-Behörden ausbauen und so den gesamten Nutzen elektronischer Gesundheitsdienste für die Patienten, Gesundheitssysteme und Unternehmen zur Geltung bringen können."

Ziel der Vereinbarung ist es, der E-Health-Branche sowohl in der EU als auch in den Vereinigten Staaten neue Märkte und Wachstumsmöglichkeiten zu erschließen. 50 Prozent des EU-Produktivitätswachstums gehen auf das Konto der IKT-Branche, und der E-Health-Markt birgt großes Wachstumspotenzial. Dadurch können Innovationen im Gesundheitswesen und traditionell starken Gesundheitsindustrien wie Arzneimittel und medizinische Geräte beflügelt werden.

Elektronische Patientenakten sind in den USA außerhalb von Krankenhäusern bislang noch viermal weniger verbreitet als in der EU. In den kommenden Jahren wollen die USA rund 20 Mrd. Dollar in die Einführung interoperabler Patientenakten bei niedergelassenen Ärzten investieren. Dies könnte nicht nur Absatzmöglichkeiten für europäische Unternehmen in den USA eröffnen, sondern auch den E-Health-Binnenmarkt in der EU ankurbeln.

In der Vereinbarung wird betont, dass gemeinsame Vorstellungen über international anerkannte und verwendete Interoperabilitätsstandards für elektronische Patientenakten-Systeme sowie eine verbesserte Qualifikation und Mobilität von IT-Fachkräften erforderlich sind. Solche gemeinsamen Standards sind wichtig, um zu weithin interoperablen E-Health-Diensten zu gelangen, mit denen das gesamte weltweite Potenzial des E-Health-Marktes verwirklicht werden kann.

Im Rahmen der Vereinbarung (hier als PDF-Download) sind unter anderem folgende mögliche Tätigkeiten vorgesehen:

  • Informationsaustausch über laufende Maßnahmen, die direkt von der Kommission und vom HHS durchgeführt werden und für die Förderung von E-Health relevant sind
  • gegenseitige Besuche von Delegationen und Spezialisten, die mit Zustimmung der Kommission und des HHS ausgewählt werden, beispielsweise im Rahmen der E-Health-Governance-Initiative der Kommission
  • Einrichtung gemeinsamer Arbeitsgruppen zur Festlegung spezifischer Strategien, um gemeinsame Ziele zu erreichen
  • gemeinsam organisierte Sitzungen, wissenschaftliche Konferenzen, Workshops und/oder Symposien. (rnf/pi)
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