Telekom schließt sich Verfahren gegen Hochegger an Detail - Computerwelt

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01.02.2011 apa

Telekom schließt sich Verfahren gegen Hochegger an

Die börsenotierte Telekom Austria (TA) hat sich dem Verfahren "Hochegger/Meischberger" als Privatbeteiligte mit einem Betrag von 9,06 Mio. Euro angeschlossen.

Darüber hinaus prüft sie Verdachtsmomente in der Causa Dr. Peter Hochegger, um mögliche weitere gerichtliche Schritte gegen Beteiligte an dieser Causa in die Wege leiten zu können. Das teilten die beiden Vorstände Hannes Ametsreiter und Hans Tschuden in einer Aussendung mit. Ametsreiter und Tschuden betonen, sie seien an einer lückenlosen Aufklärung der jüngst aufgeworfenen Fragen über die seinerzeitige Beauftragung der Agentur Hochegger nicht nur massiv interessiert, sondern trieben diese auch "mit Vehemenz" voran. Dazu seien bereits umfangreiche Unterlagen an die Behörden übergeben worden.

Die Telekom Austria reagiert damit auf einen Bericht in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil", wonach die Verbindungen des PR-Beraters Peter Hocheggers zur Telekom Austria in der Vergangenheit viel enger gewesen seien, als bisher angenommen. Demnach habe der Telekom-Konzern dem Lobbyisten von Ende der 1990er Jahre bis 2009 rund 25 Mio. Euro an Honoraren bezahlt, in einer Zeit auch, in der Hocheggers Freund Karl-Heinz Grasser Finanzminister und Eigentümervertreter der teilprivatisierten Telekom war.

Ende Juli 2010 war auch bekannt geworden, dass Franz Kusin, Chef der Christgewerkschafter (FCG) bei der Telekom, von Hocheggers früherer Gesellschaft "Valora" Honorarzahlungen in Höhe von 30.000 Euro erhalten hatte. Kusin dementierte ein Fehlverhalten. Hochegger hatte von der Telekom Austria einen Lobbying-Auftrag. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

"Auch wenn die damals verantwortlichen Auftraggeber in der Telekom Austria, die Vorstände Rudolf Fischer und Gernot Schieszler, nicht mehr im Unternehmen tätig sind und sämtliche Beratungsaufträge mit Hochegger bereits 2009 gekündigt wurden, möchte der aktuelle Vorstand von Telekom Austria 'keinerlei Fragezeichen im Raum stehen lassen'", so die beiden Vorstände.

Bereits nach dem Auftauchen der ersten Hinweise seien eine umfassende interne Revision in die Wege geleitet und "strengste Compliance Regeln" aufgestellt worden. "Die Telekom Austria kooperiert aktiv mit den ermittelnden Behörden, unsere interne Revision prüft alle Vorgänge in dieser Causa und stellt alle Dokumente zur Verfügung, die zur Klärung beitragen können", so Ametsreiter. Dort, wo es nötig ist, werde es klare Konsequenzen geben. (apa)

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