Facebook: IPO-Flop schmerzt Personal und Fiskus Facebook: IPO-Flop schmerzt Personal und Fiskus - Computerwelt

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05.08.2012 pte

Facebook: IPO-Flop schmerzt Personal und Fiskus

Die unaufhörlich scheinende Talfahrt der Facebook-Aktie seit dem IPO vor knapp zweieinhalb Monaten trifft vor allem die Zuckerberg-Mitarbeiter selbst.

© Matt Harnack/Facebook

Neben ihnen stöhnt auch die kalifornische Steuerbehörde unter den Verlustmeldungen, die täglich von der New Yorker Technologiebörse Nasdaq bis nach Silicon Valley durchdringen. Am Freitagvormittag rangiert das Papier bei 20 Dollar. Beim Gang auf das Parkett am 18. Mai gingen die Anteilsscheine noch für 38 Dollar pro Stück über den Tresen. Seitdem hat der Konzern knapp 50 Mrd. Dollar an Wert eingebüßt.

"Wir rechnen damit, dass die Facebook-Aktie auch in Zukunft weiterhin an Terrain verlieren wird und raten von einem Kauf eindeutig ab", sagt Stephan Lingau, Aktienanalyst der Erste Group gegenüber der Nachrichtenagentur pressetext. Das Problem der Mitarbeiter, die sich Papiere ihres Arbeitgebers rechtzeitig gesichert haben, ist die geltende Sperrfrist für Insiderverkäufe.

Somit soll verhindert werden, dass die eigenen Angestellten und Investoren aus der Gründerzeit ihre Anteile früh wieder verkaufen. Ein Großteil dieser Aktien kann erst am 15. November nach Ablauf einer marktüblichen Sechs-Monatsfrist abgestoßen werden. Eine andere Sperrfrist endet bereits am 16. August, nach der maximal 271 Mio. Aktien auf dem Markt platziert werden können. Durch den Kurs-Absturz geht auch dem kalifornischen Fiskus einiges durch die Lappen. Die Behörde rechnet, dass die ursprünglich erwarteten 1,5 Mrd. Dollar um "Hunderte von Millionen" geringer ausfallen werden.

"Das Grundproblem des Facebook-Kurses ist, dass die Aktie zum Zeitpunkt des IPO schlicht überbewertet war. Zudem hat Zuckerberg unlängst eine goldene Wall Street-Regel verletzt, indem er beim zweiten Quartalsbericht keine Strategie zur Geschäftsentwicklung präsentierte", so Analyst Lingau.

Dass man allerdings mit Social Media auch profitabel und erfolgreich sein kann, zeigt die Karriereplattform LinkedIn. Der ebenfalls in Kalifornien ansässige Konzern hat im zweiten Quartal ein ordentliches Umsatzplus verzeichnet. Nach 187 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum sind es nun fast 228 Mio. Dollar. Vor rund einem Jahr hat LinkedIn seine Anteilsscheine um 45 Dollar pro Stück ausgegeben. Am Freitag lag das Papier bei 93,51 Dollar. Das ist ein Anstieg von über 100 Prozent.

Der Gewinn ist jedoch um 39 Prozent auf 2,8 Mio. Dollar zurückgegangen. Grund hierfür ist, dass die eigenen Mitarbeiter Aktien erhalten haben. Im Gegensatz zu Facebook generiert LinkedIn sein Geld nicht nur durch Werbung und Onlinespielen, sondern auch mit Stellenanzeigen und Premiummitgliedschaften. (pte)

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