"Das Ende des digitalen Anfangs" "Das Ende des digitalen Anfangs" - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


08.08.2012 Rudolf Felser

"Das Ende des digitalen Anfangs"

Die globale digitale Unterhaltungs- und Medienbranche wächst: Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz um 20,7 Prozent, in Österreich um 29,2 Prozent. Bis 2016 rechnet man weltweit mit einem jährlichen Wachstum von 5,7 Prozent, in Österreich mit durchschnittlich 3,4 Prozent, so der "Global Entertainment and Media Outlook: 2012 – 2016" der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC.

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Nach Einschätzung der PwC-Experten wird der Trend der Digitalisierung in den kommenden Jahren anhalten: Im Jahr 2016 entfallen voraussichtlich 37,5 Prozent des weltweiten Branchenumsatzes auf digitale Medien, derzeit sind es 28 Prozent. Eine wesentliche Ursache dieser Entwicklung ist die rasant steigende Verbreitung von Smartphones und Tablet-PCs: Für den mobilen Internetzugang werden die Verbraucher in fünf Jahren annähernd so viel Geld ausgeben wie für den stationären Internetanschluss. "Die Unterhaltungs- und Medienbranche hat sich der digitalen Nachfrage angepasst. Die Unternehmen haben die Phase erreicht, die wir gerne das 'Ende des digitalen Anfangs' nennen: Sie haben sich einer digitalen Zukunft verpflichtet und etablieren die digitale Wirklichkeit in ihre Produkte, ihre Organisationen und ihren Vertrieb", sagt Daniela Stastny, PwC Österreich. 

Angesichts tiefgreifender Veränderungen und Unsicherheiten, hat die Medien- & Unterhaltungsbranche die letzten Jahre damit verbracht, effektive Geschäftsmodelle für diese neue Welt zu suchen – durch eine Periode des konstanten Experimentierens, ständiger Innovation und zielgerichteter Auswertung der Ergebnisse. Aber da nun Digitales im Kern der normalen Geschäftstätigkeiten liegt, läuft das Experimentieren und Implementieren parallel ab. "Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem nur über Digitalisierung zu sprechen zusehends das Thema verfehlt. Mittlerweile kommt es darauf an, wie Unternehmen davon profitieren können und innerhalb der Digitalisierung agieren", erklärt Daniela Stastny. 

Der diesjährige "E&M Outlook" bestätigt diese Entwicklungen in allen Branchenbereichen: 

• Tageszeitungen verbuchen mit digitalen Medien bis 2016 weltweit ein Wachstum von 64,7 Prozent (2.028 Mio. Euro), im Printbereich liegt das Wachstum nur bei geringen 0,8 Prozent (57.244 Mio. Euro). In Österreich verzeichnet der Printbereich sogar einen Rückgang bis 2016 von jährlich 0,1 Prozent auf 1.099 Mio. Euro. Im digitalen Bereich hingegen gibt es ein kumuliertes Wachstum von 84,4 Prozent auf 46 Mio. Euro. 

• Bei Magazinen prognostiziert der E&M Outlook einen generellen Umsatzverlust bis 2016 weltweit (-1,5 Prozent), in Österreich (-2,3 Prozent) und in Deutschland (-1,2 Prozent). Obwohl die digitalen Magazine den Umsatz jährlich um kumulierte 71,9 Prozent (Österreich), 76,1 Prozent (weltweit) und 127,5 Prozent (Deutschland) steigern können, bleibt der Marktanteil noch gering – weltweit wird 2016 der Marktanteil bei knapp 7 Prozent liegen, in Österreich bei 6,5 Prozent und Deutschland bei nur 3 Prozent. 

• Umsätze durch Download- und Streaming-Services werden bereits in drei Jahren den Verkauf von CDs übersteigen. Die Videospiel-Branche erreicht diesen Punkt bereits 2013. 

• Der mobile Internet-Zugang wird weltweit bis 2016 um jährlich 12,2 Prozent wachsen; in Österreich sogar um 18,1 Prozent jährlich. 2016 werden fast ein Viertel aller österreichischen Internetnutzer mobiles Internet verwenden. 2016 werden weltweit 2,9 Milliarden Menschen mobiles Internet verwenden, davon eine Milliarde in China. 

• Der E-Book-Markt in Österreich boomt. Die Branche wächst bis 2016 von 2 auf 22 Millionen Euro, kumuliertes Wachstum von 98,7 Prozent. Weltweit ist das kumulierte Wachstum nur bei 30,8 Prozent (11.407 Mio. Euro). In Deutschland wächst der Markt jährlich um durchschnittlich 46,8 Prozent auf 455 Mio. Euro. (pi)

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