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27.01.2010 Rudolf Felser

Nicht die Größe oder die Intelligenz zählt, sondern die Anpassungsfähigkeit

Die Außenwirtschaft Österreich, Teil der WKÖ, lud zu einem Technologie-Business-Lunch unter dem Motto "Globale unternehmerische Herausforderungen für die österreichische Industrie im Überblick".

Keynotespeaker und F&E-Experte Horst Schmidt-Bischoffshausen berichtete über technologische und unternehmerische Perspektiven für attraktive Zukunftsmärkte. Als große Bedarfsfelder der Zukunft – und damit potentiell auch interessante Geschäftsfelder – ortet der Wissenschaftler: die Bereiche Umwelt und Klima, Energie, Wasser (Themen wie Management, Gewinnung, Aufbereitung), Rohstoffe und (neue) Werkstoffe, Transport von Gütern und Personen, Gesundheit und Nahrungsmittel und Gesundheit und Medizin. Schmidt-Bischoffshausen zufolge ist es wichtig, sich an erfolgreichen Vorbildern beziehungsweise Erfolgsmaßstäben zu orientieren. »Es sind nicht die Stärksten, die überleben. Auch nicht die Intelligentesten. Sondern die, die besonders fähig sind sich den Veränderungen anzupassen«, zitierte er den Evolutions-Pionier Darwin.

Anhand eines Beispiels aus der Zulieferindustrie erläuterte er den Aufbau von Wettbewerbsvorteilen als strategisches Dreieck. Der Zulieferer steht im Wettbewerb mit der Konkurrenz und muss sich zugleich an seinem Kunden orientieren. Er müsse deshalb strategische Wettbewerbsvorteile aufbauen, also Produkte oder Technologien anbieten die einzigartig sind. Auch persönliche Beziehungen sind dem Experten zufolge wichtig, etwa wenn der Vorstandsvorsitzende des Zulieferers gute Verbindungen zu dem Vorstandsvorsitzenden des Kundenunternehmens hat. »All das sind individuelle, unverwechselbare Vorteile. Diese Bedingungen sollen möglichst dauerhaft und schwer kopierbar sein«, so Schmidt-Bischoffshausen.

Was den Bildungsbedarf angeht spricht er von einer »unangenehmen Wahrheit für Österreich«. Die Anzahl der technischen Absolventen liege unter dem EU-Schnitt. Österreich liege bei 21,5, der Durchschnitt bei rund 40, Irland und Frankreich bei über 60. Als Beispiel nennt er Elektrotechnik-Ingenieure, wie sie auch bei der Konstruktion von Handys benötigt werden: »Die Industrie würde sich sofort um solche Leute reißen. Es gibt aber immer weniger. Österreich hat hier einen ganz deutlichen Nachholbedarf.«

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