Gastkommentar: Ein Programm ist ein Programm ist ein Programm Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


04.02.2010 Marion Fugléwicz-Bren*

Gastkommentar: Ein Programm ist ein Programm ist ein Programm

In einer Welt, die zusehends komplexer, schneller und differenzierter wird, müssen wir uns um neue Konzepte bemühen.

Welches (neue) Wissen, welche innovativen Instrumente oder Haltungen müssen wir uns aneignen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und vielleicht sogar die neuen Entwicklungen tiefgreifend mit zu gestalten? Welche neuen Mentalitäten und Denkweisen (Mindsets) gibt es, welche lassen sich noch bilden und wie?

Es ist höchste Zeit, dass verschiedene Akteure mit unterschiedlichen Erfahrungs- und Arbeitshorizonten sich gemeinsam und höchst persönlich um einen (virtuellen) Tisch setzen und ein kollektives Bild entstehen lassen – bunt und vielfältig wie in einem Kaleidoskop. Menschen, denen die globale Verantwortung am Herzen liegt und die ein Bewusstsein dafür schaffen wollen, wie und in welchen Bereichen positive Veränderung möglich sein kann – Kreative, Innovatoren, Change Maker, Wissensarbeiter und viele mehr.

Wie lautet das neue Paradigma, das grundlegende Innovationen nicht nur ermöglicht, sondern sie in Gehirne, Herzen und Konzerne spülen kann? Was bedeutet das Motto der gleichnamigen Konferenz "Enable!" (siehe dazu auch "Konferenz "Enable!": Wissen als Wettbewerbsfaktor") im jeweiligen Kontext sozialer Innovation, Entrepreneurship, Technologie und "radikaler Innovation"?

Um sich von den verschiedensten Perspektiven beeindrucken zu lassen, mag man sich auf einen Tauchgang einlassen. Reflexion, Inspiration und Exploration stehen immer am Anfang neuer Ansätze und können so die Grundlage für ganz neue Sichtweisen darstellen.

Wien lebt eine pulsierende Community dynamischer Kreativ- und Wissensarbeiter. Die Deep Dive Tour am ersten Konferenztag führt die Besucher mit dem Bus zu einigen ausgewählten Akteuren verschiedenster Provenienz und bietet Einblicke in deren Gestaltungsräume sowie Diskussionsgrundlagen.

Vier Keynote-Referate am zweiten Tag bilden den groben thematischen Zusammenhang, den Rahmen um die Konferenz "Enable!", bevor es in medias res geht – ins thematische Detail.

Wie entsteht nun aber Neues? Dazu kristallisieren sich etwa in den Konferenz-Workshops thematische Bereiche (Cluster) heraus, denen sich Erkennungsmarken, Etiketten (Tags) zuordnen lassen: Grob übersetzt geht es um Netzwerk-Modelle, Strukturen, Atmosphären, Räume und Metamorphosen.

  • Enabling Network Patterns
  • Enabling Structures
  • Enabling Ambiences
  • Enabling Metamorphoses

Zu all diesen übergeordenten Begrifflichkeiten lassen sich zahllose Zuordnungen treffen, die sich um den jeweiligen Haupt-Themenstrang ranken wie kleine Anhängsel, die dann eine Themenwolke bilden – Internetanwender kennen die beliebten Visualisierungen von "Tag-Clouds". In den Workshops werden durch Interaktion, Diskurs und Anwendung Tags kreiert, umgeworfen, neu gebaut und so quasi "lebendige Tag-Clouds" gebildet. Neue Kreationen beginnen sich zu entwickeln.

Die Deep-Dive-Sessions gehen dann in die thematische Tiefe und bieten Besuchern die Möglichkeit, mit ausgewiesenen Experten zusammenzuarbeiten und Neues entstehen zu lassen, aus dem wertvolle Erkenntnisse generiert werden können.

ZUSAMMENARBEIT WIRD BELOHNT Dass sich Zusammenarbeit im Wortsinn bezahlt machen kann, soll ein kleines Planspiel beweisen: Pate standen da alternative Währungssysteme wie Freigeld (ein Zahlungsmittel, das mit einem negativen Zins belastet ist, das heißt, im Wert permanent sinkt. Dies soll zu einem stetigen Geldumlauf führen und dadurch die Wirtschaft stabilisieren). Beim Eintritt zur Konferenz erhält der Besucher Wertmarken im Wert von insgesamt 50 Euro. Er kann nun die – für ihn interessantesten – Inputs anderer Teilnehmern belohnen, bezahlen und damit "sichtbar" bewerten. Am Ende der Konferenz können die Marken in bares Geld zurückgetauscht werden. Das soll die Motivation der kollaborativen Bemühungen steigern.

Die Konferenz "Enable!" soll ihre Teilnehmer den Antworten auf unter anderem die folgenden Fragen näher bringen:

  • Wie hängen "enabling", das Generieren von Wissen und Innovation, zusammen?
  • Was bedeutet "enabling" im Kontext von sozialer Innovation, Entrepreneurship und grundlegender Innovation?
  • Was muss ein Design beinhalten, außer "hip" und "cool" zu sein, um ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das innovative Kreativprozesse unterstützt?
  • Wie können wir verschiedene Dimensionen so genannter "enabling spaces" integrieren – etwa einen sozialen Raum, einen emotionellen, einen kulturellen, einen technologischen und – letztlich – einen physischen?
  • Kann die so genannte "Creative Economy" die "Old Economy" positiv inspirieren und anregen – etwa durch Innovations-Labors, kreative Industriezweige, Berater-Netzwerke oder Medienkooperationen?

* Marion Fugléwicz-Bren ist freie Autorin in Wien.

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