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24.02.2010 Alex Wolschann

Rest der Welt läuft Europa beim Mobilfunk den Rang ab

Das Interesse an Smartphones lässt Hersteller und Provider frohlocken. Vor allem Applikationen und mobiles Breitband spülen Geld in die Kassen. Doch europäische Anbieter profitieren kaum.

Selbst der zuletzt extrem boomende Mobile World Congress in Barcelona kann nicht über die schwierige Wirtschaftslage der vergangenen zwei Jahre hinwegtäuschen. Während 2007 und 2008 noch 55.000 Besucher gezählt wurden, kamen in diesem Jahr nur knapp 47.000, wobei die Anzahl der Aussteller mit 1.300 auf gewohnt hohem Niveau blieb. Auch weiterhin kann sich kaum ein Mobilfunk-Unternehmen erlauben, der Leitmesse fernzubleiben.

Auf revolutionäre Neuvorstellungen oder schillernde Präsentationen verzichteten die meisten Herstellern – die Zahl an neuen Geräten war in Barcelona noch nie so niedrig. Europas Primus Nokia hat kein einziges neues Gerät vorgestellt und auch den größten Messestand an Samsung abgegeben. Auch Ericsson hat schon bessere Zeiten gesehen. Während Motorola ein Comeback feiert, drohen die europäischen Hersteller an Bedeutung zu verlieren.

Netzbetreiber und Hersteller suchen derweil nach weiteren Einnahmemöglichkeiten und finden sie in mobilen Diensten: Viele Hersteller wie Nokia, Samsung, Sony Ericsson oder auch Microsoft planen Software-Shops nach dem Muster von Apples App Store. Mobiles Breitband sichert den Providern gutes Geld nebenbei und war daher eines der großen Themen. Nahezu alle Hersteller wollen kurz- bis mittelfristig auf LTE-Netze aufrüsten.

Spannend ist auch der Konkurrenzkampf um die Software bzw. um das Betriebssystem auf den beliebten Smartphones. Im Vorfeld der Messe war eine Flut an Android-Geräten prophezeit worden. Dieser Trend ist nicht eingetreten, stattdessen gaben sich viele Hersteller noch bedeckt oder fahren zweigleisig. Samsung hat das erste hauseigene Handy-Betriebsysystem vorgestellt. Wie schon auf allen Branchentreffs der vergangenen Monate hieß es auch in Barcelona: Apple vs. Google vs. Microsoft.

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