Wissensmanagement: Was bringt die Zukunft? Detail - Computerwelt

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31.03.2010 Michaela Holy

Wissensmanagement: Was bringt die Zukunft?

Der Dauerbrenner unter den IT-Strategien ist stets präsent und doch nie zufrieden stellend gelöst: Das Thema Wissensmanagement geistert seit Jahrzehnten durch jedes Unternehmen.

Ein "Stopp worrying"-Appell am Ende des Vortrags durch Michael Schuster von System One inspirierte das Publikum des letzten AOUG Führungskräfte-Forums, zukünftig neue und individuelle Strategien in Zusammenhang mit Wissensmanagement im Unternehmen anzudenken. Dass es die EINE Lösung oder das eine große System als solches hier nicht geben kann, das machte Schuster deutlich. Auch das zwölfte Führungskräfte-Forum der Austrian Oracle User Group (AOUG) fand wieder in der gewohnten Location des Hauses der Musik statt. AOUG-Vorstand, Kriegl, fühlte sich bestätigt, dass das Thema auf reges Interesse beim Publikum gestoßen ist, denn der langanhaltende und intensive Austausch nach dem Referat sprach für sich.

Um dem allgemein bekannten Richtungsstreit dogmatischer Positionen wie dem personenzentrierten, dem prozessorientierten oder dem technologiebasierten Ansatz aus dem Weg zu gehen, ist es zielführender zu fragen "Wie ist Wissensmanagement" anstelle von "Was ist Wissensmanagement". Von größter Bedeutung in Zusammenhang mit Wissensmanagement ist die Tatsache, dass Vielfalt unseren Alltag beherrscht und dass Vielfalt und Individualität unsere Gesellschaft auszeichnet. Da schließt sich der erfolgreiche Einsatz eines allgemein gültigen Wissensmanagement-Tools von selbst aus.

Schusters Vortrag zeichnete sich durch einen technologieneutralen Zugang zum Thema aus. Besonders aussagekräftig war dennoch die Betonung der "90-9-1-Regel" über die Beteiligung an Unternehmens-Wikis und die Frage nach dem einen Prozent der aktiven Mitarbeiter im eigenem Unternehmen. Es geht also um die Lösung der Frage, wo die Informationsquellen im Unternehmen liegen und wie aktuell diese sind, um das Wissen auch nutzen zu können. Schuster wies folglich ebenfalls darauf hin, dass Wissen beweglich ist und dass es ein kodifiziertes Wissen als solches nicht gibt. Der "abgeschaffte" Pluto unseres Planetensystems, seine Zuweisung zum Zwergplaneten und das damit überholte Wissen von insgesamt nicht mehr neun, sondern acht Planeten sowie die Abschaffung von "Limbo", der Vorstufe zur Hölle, durch den Papst 2007 diente Schuster hierfür als gelungene Beispiele.

Mit vier zu kombinierenden Herangehensweisen gab Schuster schlussendlich dem Publikum das Rüstzeug in die Hand, um dem "Leiden" im Wissensmanagement zukünftig ein Ende zu setzen: - Durchlässige Barrieren: Feedbackkanäle nutzen! Man sollte die Meinung im Unternehmen ausradieren, die besagt: "...das macht die andere Abteilung!" Man sollte nach technlogischen Lösungen suchen und die Grenzen durchlässig halten. - Individuelle Strategien entwickeln - Die EINE Lösung gibt es nicht. Mit einer flächendeckenden Minimallösung wird man das Ziel nicht erreichen. - Suchen & Finden: Suchmaschinen sowie Foren sind funktionstüchtige Wissensmanagement-Systeme. Die social search ist am Kommen. - Verdichten & Visualisieren: Das sind die Kernkompetenzen zukünftigem Wissensmanagements!

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