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19.05.2010 Christof Baumgartner/pi

EMC hilft nach dem Krebs

Die Initiative in Kooperation mit dem St. Anna Kinderspital und dem AKH wird ausgebaut. Ein Mentoring-Programm und neue Behandlungsmethoden sollen den Weg in die Normalität ebnen.

EMC Computer Systems Austria, Österreich-Tochter des Anbieters von Lösungen für Informationsmanagement, hat ihr 2009 gestartetes Sozialprojekt EMC Austria Teenage Cancer Aid Project weiter ausgebaut. Im Vordergrund steht dabei die Überwindung der Schwierigkeiten, denen Jugendliche, die den Krebs besiegt haben, am Arbeitsmarkt oftmals ausgesetzt sind. Dazu Reinhard Topf, Leiter des psychosozialen Teams des St. Anna-Kinderspitals: »Leider kommt es immer wieder vor, dass jugendliche Patienten, die die Behandlung eines Tumors erfolgreich überstanden haben, bei der Integration in die Arbeitswelt an Grenzen stoßen, die mit der Erkrankung zu tun haben.« Vor allem Jugendliche und junge Menschen ohne Matura- beziehungsweise Hochschulabschluss seien betroffen, so Topf.

Genau hier setzt das Projekt an, um die oftmals diffusen Vorurteile abzubauen, dem mangelnden Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der ehemaligen Krebspatienten entgegenzuwirken und vor allem das Selbstbewusstsein der Betroffenen zu heben. Während viele Krebshilfe-Projekte nur auf das Sammeln von Spendengeldern abzielen, hat EMC Austria erfolgreich ein nachhaltiges und offenes Sozialprojekt etabliert, das unmittelbar vom persönlichen Engagement der Firmenmitarbeiter lebt.

MENTOREN HELFEN BEI JOBSUCHE Das Grundkonzept: Ein Mentor oder eine Mentorin aus den Reihen der EMC-Mitarbeiter nimmt sich eines Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 21 Jahren an und hilft ihm dabei, seine Chancen am Arbeitsmarkt bestmöglich wahrzunehmen. Schon in den ersten Wochen nach dem Projektstart konnte einigen Jugendlichen auf der Suche nach Job oder Lehrstelle konkret geholfen werden. Barbara Kalab-Brandner, Human Resources Managerin bei EMC in Österreich: »Das Projekt wurde von den Mitarbeitern mit sehr großem Interesse und sehr viel Engagement aufgenommen und hat unsere Erwartungen sogar übertroffen.« Und auch international ist das Projekt längst ein Thema – einige EMC-Standorte im Ausland haben bereits ihr Interesse bekundet.

NINTENDO-KONSOLE ALS NEUROPSYCHOLOGISCHES WERKZEUG Während die Mentees anfangs ausschließlich vom St. Anna Kinderspital vermittelt wurden, ist nunmehr auch das Allgemeine Krankenhaus Wien (AKH), wo speziell jugendliche Gehirntumor-Patienten behandelt werden, mit an Bord. An der Universitäts-Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde wurde zudem die jüngste Weiterentwicklung vom EMC Austria Teenage Cancer Aid Project inspiriert: Konkret hat EMC Austria zehn Spielkonsolen samt entsprechender Software für neuropsychologische Trainings ehemaliger Gehirntumor-Patienten finanziert. Hintergrund: Viele der Jugendlichen leiden – bedingt durch den Tumor selbst oder durch Strahlen- und Chemotherapien – an neuropsychologisch bedingten Problemen, etwa Merk-, Aufmerksamkeits- oder Konzentrationsdefiziten.

Ulrike Leiss, Klinische- und Gesundheitspsychologin an der Universitäts-Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde und speziell im Arbeitsbereich Neuro-Onkologie tätig: »Die neuropsychologische Behandlung gliedert sich in mehrere Teile. Eine Säule davon ist dieses Training.« Vergleichbar einem Muskeltraining im Sport wird dabei mit Hilfe von spezifischer Lern-Software versucht, bestimmte Funktionen wie beispielsweise Merkfähigkeit wieder aufzubauen. »Erfreulicherweise geht das bei Kindern auch recht gut. Wir versuchen immer mehr, die Trainings auch in den Alltag der Patienten einzubauen«. Speziell die Beliebtheit der Konsolen bei der jugendlichen Zielgruppe sei einem regelmäßigen, konsequenten Training förderlich, so Leiss, die auch die Grundidee des EMC-Sozialprojekts lobt: »Das Mentorenprogramm ist einfach optimal. Wir haben viele Patienten, die davon profitieren könnten.«

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