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01.07.2010 Rudolf Felser

BRZ-Event 2010 im Zeichen der Verwaltungsreform

More for less – IT-Lösungen für die Verwaltungsreform. Das war das Motto des diesjährigen Kunden- und Partnerevents des BRZ (Bundesrechenzentrum), dem IT-Dienstleistungszentrum der österreichischen Verwaltung.

Knapper werdende Haushaltsmittel erhöhen den Kosten- und Reformdruck. Das BRZ sieht daher seine Aufgabe darin, die öffentliche Hand bei ihren Reformbestrebungen zu unterstützen. "Gute Vorschläge und ihre nachhaltige Umsetzung sind ein wesentlicher Beitrag zur Effizienz der Verwaltung: das hilft Steuern sparen, den Standort sichern und erfolgreiche Rahmenbedingungen für Bürger, Verwaltung und Wirtschaft zu gewährleisten", betonte Vizekanzler und Finanzminister Josef Pröll bei seinem Begrüßungsstatement am BRZ-Event.

OHNE IT KEINE VERWALTUNGSREFORM Reformprojekte sind Organisationsprojekte, der optimale IT-Einsatz ist dabei aber ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Der Großteil der bisher definierten Umsetzungsprojekte aus dem Arbeitspaket "Effizienz der Verwaltung", wie beispielsweise der Bundesclient – ein einheitlicher IT-Arbeitsplatz für alle Mitarbeiter der Bundesverwaltung - oder die Nutzung von VoIP, betreffen die IKT des Bundes. "Mit der richtigen IT-Unterstützung werden die Kosten für die Verwaltung sinken, nicht aber die Leistungen des Staates. Daher wird es ohne IT keine erfolgreiche Verwaltungsreform geben", zeigt sich Roland Jabkowski, CEO des BRZ überzeugt. Die Verwaltungs-IT ist somit gefordert neue innovative Ansätze zu entwickeln und umzusetzen. Zwei Konzepten gehört dabei die Zukunft: One-Stop-Shops und Shared-Services.

Bürger und Unternehmen wünschen sich beim Kontakt mit der Behörde eine "einzige" Aktion von einer einzigen Stelle aus, beispielsweise einem Internetportal wie help.gv. Über dieses One-Stop-Verfahren wird es möglich mit der Verwaltung einfach und ohne genaue Kenntnis der zuständigen Behörden und dahinter liegenden Verwaltungsabläufe zu agieren. Ein aktuelles Beispiel ist das von Bundeskanzleramt und Bundesministerium für Finanzen initiierte "Unternehmensserviceportal", das als zentraler Interneteinstieg für alle relevanten Verwaltungsverfahren der Wirtschaft künftig dazu beitragen soll, die Transaktionskosten der Wirtschaft mit der Verwaltung in, so die Vorab-Schätzung, dreistelliger Millionenhöhe zu reduzieren.

Zur weiteren Kostensenkung bei gleichzeitiger Erhöhung der Effizienz tragen Shared Services, wie sie das BRZ als Shared IT Service Center zur Verfügung stellt, bei. Das Prinzip lautet eine Leistung günstiger anzubieten, indem sie einmal entwickelt und mehrfach, etwa für alle Ministerien, genutzt wird. So wird etwa der gesamte Zahlungsverkehr des Bundes von der Schülerbeihilfe bis zum Strafzettel über eine im BRZ betriebene Lösung abgewickelt.

"Das BRZ konnte in Kooperation mit Kunden und Partnern in den letzten Jahren bei gleich bleibender Servicequalität mehr als 25 Millionen Euro an IT-Kosten für die Verwaltung einsparen. Zusätzlich haben wir konkrete Vorschläge für weitere Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe für die nächsten fünf Jahre vorgelegt", fasst Jabkowski den Nutzen von Shared-IT-Services für die Verwaltungsreform zusammen.

EGOV 2.0 Die Verwaltung der Zukunft wird auch von einem wesentlichen gesellschaftspolitischen Aspekt geprägt werden: dem weltweiten Vormarsch des Web 2.0 mit seinen sozialen Netzwerken und Medien auf Basis von Transparenz, Kollaboration und Partizipation. Diese Begriffe werden auch im "E-Government 2.0" maßgebliche Bedeutung haben und die Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Bürgern verändern. Ein bisschen davon konnten die Teilnehmer bei dem Event spüren: Die Gäste hatten die Möglichkeit, sich mit Instrumenten des Web 2.0 vertraut zu machen. Über Blogeinträge und die Twitter konnte man sich vor Ort oder per Internet aktiv an den Diskussionen beteiligen und an Saal- und Webumfragen zum Thema Verwaltungsreform teilnehmen. (pi/rnf)

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