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07.10.2010 Michaela Holy

Gut besuchter HR-Gipfel

Die neunte Personal Austria hat den Blick auf die Herausforderungen der Zukunft gerichtet. Die Professional Learning Austria und die E-Learning-Conference rundeten das Angebot ab.

Personalentwicklung und lebenslanges Lernen, Talent Management, Mitarbeiterrekrutierung und -bindung standen im Zentrum vieler Vorträge und Diskussionsrunden. Weitere zentrale Themen der Messe waren die Rolle von HR im Unternehmen, insbesondere bei Changeprozessen, Mitarbeiterführung und Motivation, neue Lern- und Recruitingtechnologien, Arbeitskräfteüberlassung sowie die Integration von Mitarbeitern mit Behinderungen in den ersten Arbeitsmarkt. Insgesamt informierten sich 2.431 Besucher bei 181 Ausstellern über Trends und Entwicklungen im Personalmanagement. Mit der zweiten Professional Learning Austria, Fachmesse für Personalentwicklung, Training und E-Learning, und der Austrian E-Learning Conference erhielten die Themen betriebliche Weiterbildung und lebenslanges Lernen Gewicht.

Stimmungsvoller Höhepunkt der Personal Austria 2010 war der Keynote-Vortrag von Harald Pill, bei dem der Musiker, Management- und Kommunikationsberater im Umgang mit seinem Publikum unmittelbar vorführte, wie das Führen einer trägen Masse gelingt: Am Ende sang das gesamte Auditorium stehend alle Strophen von »Freude schöner Götterfunken« aus Beethovens Neunter Symphonie. Gute Schwingungen reißen gemäß dem Gesetz der Resonanz mit: »Eine Führungskraft, die gute Stimmung verbreitet, ist sensationell«, betonte Pill. Die Partitur in der Musik entspreche dem Projektplan im Betrieb: Der Dirigent müsse wie die Führungskraft oder Projektleitung die Partitur lesen können, genau kennen – und begeistert sein. Denn Begeisterung bei Veränderungsprozessen, die alle Mitarbeitenden betreffen, verhindere, dass ein Misston das Gesamtbild störe.

VORURTEIL ZEITARBEIT Mit einigen gängigen Vorurteilen gegenüber dem Thema Zeitarbeit aufzuräumen, war ein Ziel der Diskutanten einer Podiumsdiskussion zur Frage »Zeitarbeit – Modell der Zukunft?«. Arbeitskräfteüberlassung sei heute ein integraler Bestandteil der Wirtschaft, auf den nicht mehr verzichtet werden könne, lautete das Fazit der Runde. Erich Pichorner, Geschäftsführer von Manpower äußerte jedoch den Wunsch, dass das Wort »Zeitarbeit« aus dem allgemeinen Sprachschatz verschwinden möge. Zudem solle eine intelligentere Dienstleistung an ihre Stelle treten, bei der die Mitarbeiter und ihre Gleichberechtigung als Arbeitnehmer mehr im Fokus stünden. Kontinuierliche Verbesserungen in der Branche, eine bessere Akzeptanz und eine positivere Berichterstattung in den Medien wünschte sich Michael Lorenz, Regionaler Geschäftsleiter der Trenkwalder Personaldienste. Vielleicht lese man in einigen Jahren in der Zeitung: »Durch den Einsatz von Zeitarbeitnehmern konnte ein Großauftrag erfolgreich abgewickelt werden«, regte Lorenz an. Robert Zinkanell, Geschäftsführender Gesellschafter von Arcus Personalmanagement, prognostizierte dem Bereich Arbeitskräfteüberlassung in den nächsten Jahren weiteres Wachstum. Die Bedeutung der Betreuung durch einen seriösen Arbeitskräfteüberlasser für Unternehmen und Mitarbeiter werde aus seiner Sicht zunehmen.

Vielleicht könnte die Flexibilisierung der Belegschaften in Unternehmen aber auch ganz anders vonstatten gehen. Keynote-Speaker Manfred Füllsack inspirierte die Fachbesucher mit einem Gedankenexperiment, wie Arbeit und Einkommen in Zukunft gleichmäßiger verteilt werden könnten. Mithilfe einer Smartphone-Anwendung, die derzeit im Rahmen eines Forschungsprojekts getestet werde, könnten sich zum Beispiel fünf Mitarbeiter vier Arbeitsplätze teilen und An- und Abwesenheiten untereinander ohne Zutun der Geschäftsleitung organisieren. Ähnlich wie die handelbaren Quoten bei der CO2-Emission könnten die Mitarbeiter jeden Morgen Anrechtsscheine auf Arbeit per Auktion über ihr Handy kaufen oder verkaufen, wobei diejenigen, die an einem Tag nicht arbeiteten, eine Grundsicherung erhalten.

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