Gespräche über die Zukunft Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


04.11.2010 pi

Gespräche über die Zukunft

Beim Future Talk 2010 der Telekom Austria Group diskutierten Apple-Mitbegründer Steve Wozniak und Zukunftsforscher Ray Kurzweil das Thema "Manchine. From Mankind to Machine?".

Wenn Mensch und Maschine zunehmend verschmelzen, wer bestimmt wen? Wo braucht der Mensch Maschinen und wo können ihn diese unterstützen? Mit diesen Fragen setzte sich die Telekom Austria Group im Rahmen des Future.talk 2010 auseinander und lud dazu mit Steve Wozniak und Ray Kurzweil zwei Visionäre nach Wien ein. Während Apple-Mitbegründer und Techniker Wozniak in seinem Vortrag darauf einging, dass Maschinen unser Bildungs- und Schulsystem revolutionieren, ist der Erfinder Kurzweil überzeugt, dass menschliche Schwächen künftig durch Technologie im Körper ausgeglichen werden. »Maschinen spielen eine immer größer werdende Rolle in unserem Leben. Sie machen uns das Leben leichter, nehmen uns Arbeit ab, unterstützen uns, wenn der Körper wegen Krankheit versagt und verschaffen uns Zugang zu Informationen, egal, wo wir uns befinden. Die Interaktion zwischen Mensch und Maschine ist heute Thema und wird vor allem auch die Diskussionen der Zukunft bestimmen. Daher ist ‘Manchine’ auch das Thema beim Future Talk 2010«, so Hannes Ametsreiter, Generaldirektor Telekom Austria Group. »In Wahrheit geht es nicht um Geld, sondern um Glücklich-Sein«, leitete Steve Wozniak, der Mitte der 70er-Jahre den allerersten Apple-Computer erdachte, programmierte und selbst zusammenlötete, seine Keynote ein. Auf Enthusiasmus komme es an. Der Rest ergebe sich quasi von selbst. Grundsätzlich halte er die Förderung des Erfindergeistes von jungen Menschen für das Wichtigste überhaupt. In Anspielung auf das »Manchine«-Thema sagte Wozniak, er könne sich sogar Roboter-Lehrer vorstellen: »Stellen Sie sich vor, Sie hätten 30 Lehrer in einer Klasse.« Denn Schulen »haben nie genug Geld, weil die Kinder keine Wählerstimmen haben«. Der »dienstälteste« Apple-Mitarbeiter, Philanthrop und Querdenker hofft auf die baldige Verbreitung von natürlichen, menschlichen Interfaces – im nächsten Schritt wohl die Gestensteuerung. Der bisher eintrainierte Umweg über eine Maus scheint ihm reichlich altbacken vorzukommen. Den möglichen Konflikt Mensch/Maschine begegnete er mit der Gegenfrage »Master or slave – will we even care?« »Seit meinem fünften Lebensjahr bin ich Erfinder«, stellte sich Ray Kurzweil vor. Seine Erfindungen sind vielfältig, vom Flachbettscanner bis zu speziellen Synthesizern, und brachten ihm den Titel »the ultimate thinking machine« von Forbes ein. In den folgenden sechs Jahrzehnten hat er für seine Erfindungen und sein visionäres Denken 19 Ehrendoktoratstitel erhalten. Sein Credo lautet: Nichts ist unmöglich; weder die Energieversorgung allein aus der Sonne, noch die Nanomedizin, noch die Züchtung von Hühnerkeulen anstelle von ganzen Hühnern. SCHNITTSTELLE MENSCH/MASCHINE Der Zukunftsforscher zeichnet vor allem im Bereich Medizin ein aus heutiger Sicht fantastisches Bild: Nanoroboter werden Teil der roten Blutkörperchen – Diabetes und Alzheimer sind heilbar. Kurzweil führte auch vor Augen, warum er sich mit seinen Prognosen so sicher ist: In sehr vielen Bereichen verlaufen Entwicklungen gemäß einer Exponentialfunktion. Von 1 auf 100 Prozent liegen gerade sieben Verdoppelungen: Es kann alles sehr schnell gehen. In der anschließenden Diskussion spann das Publikum die Ideen weiter: Die Fragen drehten sich von einem »Abschalten« von Genen über die ewige Jugend bis hin zur Übertragung der eigenen Persönlichkeit auf das Netz – ohne physisch existieren zu müssen. Unter den Gästen waren Alfred Hudler, Vorstand Vöslauer sowie die RTR-Geschäftsführer Alfred Grinschgl und Georg Serentschy, Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien und Obfrau des Wiener Wirtschaftsbundes, Peter Michaelis, ÖIAG-Vorstand, sowie die Nationalratsabgeordneten Elisabeth Hakel und Karin Hakl.

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema

  • APC Business Services GmbH

    APC Business Services GmbH IT-Personalbereitstellung, Individual-Softwareentwicklung, IKT-Consulting mehr
  • DBConcepts GmbH. Die Oracle Experten.

    DBConcepts GmbH. Die Oracle Experten. Enterprise Application Integration, Datenbanken, Business Intelligence und Knowledge Management, Tools, Server-Betriebssysteme, Middleware, Betriebssysteme für PCs,... mehr
  • KORAM Softwareentwicklungsgesellschaft m.b.H:

    KORAM Softwareentwicklungsgesellschaft m.b.H: Betriebsdaten- und Zeiterfassung, Kaufmännische Software (ERP), Management Informationssysteme (MIS), Bauwesen, Einzelhandel, Fertigung, Produktion und Konstruktion, Freie Berufe,... mehr
  • Matrix42 AG

    Matrix42 AG Mobile Lösungen und Applikationen, Zugangs- und Zutrittskontrolle, Security Audits, Übernahme von Softwareprojekten, Programmierung, IT-Asset- und Lizenzmanagement, IKT-Consulting,... mehr

Hosted by:    Security Monitoring by: