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16.02.2009 apa

Kurzarbeit bei Siemens Österreich wahrscheinlich

Die Ausweitung der Kurzarbeit beim Elektro- und Elektronikkonzern Siemens Deutschland dürfte sich auch auf Österreich auswirken.

Die Ausweitung der Kurzarbeit beim Elektro- und Elektronikkonzern Siemens Deutschland dürfte sich auch auf Österreich auswirken. Konkret stehe für Teile der Belegschaft im Wiener Werk der Elektronikfertigung Simea, eine Siemens-Österreich-Tochter, Kurzarbeit im Raum, berichtet das "WirtschaftsBlatt" auf seiner Homepage.

"Je nach Produktgruppe hatten wir 15 bis 20 Prozent Produktionsrückgang", wird Simea-Betriebsrat Josef Utzig zitiert. Halte dieser Einbruch weiter an, werde ab April oder Mai für Teile der Beschäftigten in Wien Kurzarbeit angedacht, so Utzig weiter. Insgesamt arbeiten rund 600 Siemensianer im Wiener Simea-Werk. Die Entwicklungsmannschaft wäre von der Kurzarbeit allerdings mit Sicherheit ausgenommen, so Utzig.

Der schon länger geplante Verkauf der Simea-Gruppe ist laut "WirtschaftsBlatt" unter Dach und Fach. Die Siemens-Manager Friedrich Pressl und Ernst Mayrhofer werden im Rahmen eines Management-Buyouts die Werke mit 1. April übernehmen. Um den Neustart zu erleichtern, wird Siemens Kapital "in zweistelliger Millionenhöhe" zuschießen.

Siemens Deutschland hat vergangene Woche bekanntgegeben, bis April rund 7.400 Mitarbeiter auf Kurzarbeit zu schicken. Von Siemens Österreich hieß es dazu am Freitag noch, derzeit gebe es keine Kurzarbeit, und eine Prognose könne man nicht abgeben. Momentan würde auf die Wirtschaftskrise mit einem Urlaubs- und Überstundenabbau reagiert. Siemens-Österreich-Chefin Brigitte Ederer hatte vergangenen Mittwoch bei einer Podiumsdiskussion gemeint, die Industriesparte falle derzeit ins Bodenlose, während die anderen Bereiche noch krisenresistent seien.

Simea steckt mitten in einem Umstrukturierungsprozess. Die Werke in Linz und im burgenländischen Siegendorf, in denen Hausgerätekomponenten bzw. Schaltschränke produziert werden, werden abzustoßen. Rund 450 Mitarbeiter sind davon betroffen. Die Werke in Wien und im rumänischen Sibius bleiben im Konzern und werden in die Sparten "Industrial Automation" und "Drive Techologies" eingegliedert. (apa)

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