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25.02.2009 Christof Baumgartner

Mobilkom Austria startet Diskussion um mehr Frequenzen für den Netzausbau

Mehr mobile Zusatzdienste verlangen auch mehr Kapazität des Mobilfunknetzes. Mobilkom will dafür die Niedrigfrequenzen der Fernsehbroadcaster nutzen.

Österreichs größter Mobilfunkanbieter Mobilkom Austria war zwar nicht als Aussteller vor Ort vertreten, nutzte den Mobile World Congress (WMC) wie jedes Jahr aber, um Kontakte zu intensivieren und auch eigene Visonen zu erörtern, zudem ist CEO Boris Nemsic auch Vorstandsmitglied der GSMA, der Vertretung der globalen Mobilfunkindustrie. Dieses Jahr gab es zusätzlich auch noch ein Jubiläum zu feiern: zehn Jahre Mobilkom Austria Group. In dieser Zeit wuchs die Gruppe in den wachsenden Märkten in Zentral- und Südosteuropa auf 18 Millionen Kunden. »In diesen zehn Jahren hat sich das Handy zu einem fixen Bestandteil des täglichen Lebens entwickelt. Ich bin überzeugt, dass unsere Branche auch in Zukunft nachhaltiges Wachstum erleben wird, sowohl durch zukünftige Technologien als auch durch steigende Kundenzahlen und intensivere Nutzung von Services«, sagte Nemsic in Barcelona.

Gastredner Tom Phillips, der die Position Chief Government & Regulatory Affairs Officer in der GSMA innehat, brachte ein brisantes Thema der Mobilfunkbranche auf den Tisch: Eines der wesentlichen Ziele der GSMA sei es, ein größeres Frequenzspektrum für die Mobilfunkindustrie zu erhalten. »Durch die Umstellung auf digitales Fernsehen sind niedrige Frequenzen frei geworden. Diese werden von wesentlicher Bedeutung für den weiteren Ausbau der mobilen Breitbandversorgung sein«, so Phillips. Dass diese niedrigen Frequenzbereiche wirklich frei sind, sehen aber Rundfunkbetreiber wie der ORF nicht so. Fernsehanstalten könnten auf dieser Frequenz mehr als 20 Fernsehkanäle etwa für Spezialzielgruppen (zum Beispiel Werbesendungen) betreiben.

KONSERVATIVE POLITIK »Österreichs Regierung hat anders als unsere Nachbarstaaten noch nichts in diesem Bereich unternommen«, sagt Alexander Zuser, Direktor der Mobilkom Austria Group Services. Das würde die Investitionen in den Mobilfunk bremsen, die aber im allgemeinen wirtschaftlichen Umfeld sehr wichtig wären. »Vor allem für den Ausbau in ruralen Gebieten wären die Frequenzen wichtig. In Österreich herrscht jedoch eine konservative Spektrums-Politik, jetzt wäre der Zeitpunkt, um die Weichen zu stellen«, so Zuser. Der Vorteil für die Nutzer bestünde darin, dass weniger Handymasten benötigt würden und das Netz in den Häusern besser wäre. Der Vorteil für die Mobilfunker wäre, dass »mobiles Breitband zu einem Siebentel der Kosten ausgebaut werden kann«.

Grundsätzlich sei laut Nemsic in der Mobilfunkindustrie auch trotz der angespannten Wirtschaftsituation Wachstum möglich – einerseits durch die steigende Anzahl von Smartphones, andererseits durch die wachsende Anzahl von Kunden in den »Emerging Markets«.

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