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05.03.2009 apa

Skype will mit Zusatzdiensten mehr verdienen

Der Internet-Telefoniedienst Skype setzt verstärkt auf zusätzliche Bezahlangebote, um seinen Umsatz zu steigern.

Der Internet-Telefoniedienst Skype setzt verstärkt auf zusätzliche Bezahlangebote. Ein Beispiel dafür sei ein neuer Dienst, der Sprachnachrichten in SMS umwandelt und verschickt, sagte Skype-Manager Scott Duchslag auf der Computermesse CeBIT in Hannover. Eine solche SMS kostet den Skype-Nutzer 20 Cent. Der seit 2005 zum Online-Auktionshaus eBay gehörende Anbieter muss sich zusätzliche Dienstleistungen einfallen lassen, um die Umsätze spürbar zu steigern - denn die Gespräche zwischen Skype-Nutzern sind grundsätzlich gratis.

Außerdem wolle Skype stärker Unternehmen mit kostenpflichtigen Angeboten ansprechen, sagte Durchslag, der als Chief Operating Officer (COO) für das operative Geschäft zuständig ist. Derzeit komme bereits rund ein Drittel der Nutzer aus dem Geschäftsbereich. Die meisten von ihnen griffen aber auf die kostenlosen Angebote zurück.

Skype hat mehr als 400 Mio. registrierte Nutzer und gewinnt nach eigenen Angaben im Schnitt jeden Tag 350.000 neue hinzu. Die Zahl der aktuell aktiven Kunden nennt das Unternehmen jedoch auch auf Anfrage nicht.

ÜBERALL SKYPE Auf dem Mobile World Congress in Barcelona stellte Skype vor Kurzem den ambitionierten Plan vor, zu einer allumfassenden Kommunikations-Plattform zu werden. Die Idee des Projekts "Skype Everywhere" ("Skype überall") ist, dass die Nutzer über verschiedenste Geräte - ob Telefon, Computer, Fernseher oder Autoradio - auf den Dienst zugreifen können.

Mit ersten "Überall"-Angeboten sei bereits für das kommende Jahr zu rechnen, sagte Duchslag. Ein groß angelegter Ausbau werde aber länger in Anspruch nehmen. Eigene Geräte wolle das Unternehmen dabei eher nicht entwickeln, sondern sich weiter auf die Software konzentrieren.

INTEGRIERT IN NOKIA-HANDYS Als ersten Schritt hatte Skype in Barcelona eine Partnerschaft mit dem weltgrößten Handy-Hersteller Nokia vorgestellt, der den Dienst gleich ab Werk in einigen Modellen anbieten will. Laut Medienberichten regte sich umgehend Widerstand mehrerer Mobilfunk-Anbieter, die Einbußen bei ihren Umsätzen mit Telefonaten befürchteten. Duchslag sagte dazu lediglich, dass man bei den Mobilfunk-Betreibern auf unterschiedliche Reaktionen stoße. Allerdings: "Die Mauern um bisherige geschützte Bereiche in der Branche zeigen immer mehr Risse." So habe die Zusammenarbeit mit dem britischen Mobilfunkanbieter 3 bereits sehr gut funktioniert.

Eine Bedrohung durch den Internet-Riesen Google, der mit Google Talk einen ähnliche Dienst anbietet und derzeit mit dem Betriebssystem Android massiv in den Mobilfunk-Bereich vorstößt, stellt Durchslag in Abrede. "Als Google Talk kam, sagten alle, das ist der Tod von Skype. Und wir sind immer noch stärker."

Das führende Online-Auktionshaus eBay hatte Skype 2005 für 2,6 Mrd. Dollar (2,07 Mrd. Euro) gekauft. Später zeigte sich der Konzern jedoch enttäuscht mit der Umsatzentwicklung und ausbleibenden Synergieeffekten und musste im Jahr 2007 1,4 Mrd. Dollar auf den Kommunikationsdienst abschreiben. Im vergangenen Quartal steigerte Skype den Umsatz um 26 Prozent auf 145 Mio. Dollar. Der Dienst schreibe seit zwei Jahren schwarze Zahlen, betonte Durchslag. (apa)

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