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05.03.2009 apa

TA-Aufsichtsrat im Zeichen des Abgangs von Nemsic

In Wien tagt der Aufsichtsrat der Telekom Austria sowie der Telekom-Tochter Mobilkom Austria.

In Wien tagt der Aufsichtsrat der Telekom Austria sowie der Telekom-Tochter Mobilkom Austria. Wichtigster Punkt: Wie geht es mit dem börsenotierten Konzern nach dem überraschenden Abgang von Telekom-Chef Boris Nemsic weiter. Wie heikel die Causa ist, zeigt die Geheimniskrämerei rund um den Aufsichtsrat. Die Staatsholding ÖIAG wollte nicht einmal sagen, ob heute das Präsidium tagt. Wann die Nachfolge von Nemsic geregelt werden soll, verschweigt die ÖIAG ebenfalls ihren Eigentümern.

Handlungsbedarf ist jedenfalls gegeben, nachdem die Telekom 2008 erstmals rote Zahlen eingefahren hat, und das Personalproblem zwar aufgeschoben, aber nicht aufgehoben ist. Als aussichtsreichster Kandidat für die Nemsic-Nachfolge gilt Langzeitgefährte Hannes Ametsreiter. Fraglich ist, ob er sich so viele Ämter aufbürden will wie Nemsic, der sowohl Telekom- wie auch Mobilkom-Boss war.

Ametsreiter ist derzeit Chef der Festnetzsparte sowie Marketingleiter der Mobilkom. Spekuliert wird, dass es künftig einen eigenen Mobilkom-Vorstandsvorsitzenden geben könnte, genannt wird der Chef der bulgarischen Tochter MobilTel, Josef Vinatzer.

Gestern hat sich jedenfalls schon mal die Gewerkschaft in Position gebracht und ein Mitspracherecht bei der Besetzung der Chefetage eingefordert. Es könne nicht so sein, dass sich Nemsic seinen Nachfolger aussucht, betonten die obersten Betriebsräte von Telekom und Mobilkom, Michael Kolek und Werner Luksch. Fraglich ist, wie sehr sich die Regierung in die Postenbesetzung einmischt. Knapp 28 Prozent der Telekom gehören noch dem Staat.

INTERNATIONALE AUSSCHREIBUNG Die Personalvertretung der TA hat vor dem Start der Aufsichtsratssitzung noch einmal ihre Forderung nach einer internationalen Suche nach einem Nachfolger für Nemsic bekräftigt. "Kein anderer vergleichbarer Konzern weltweit würde ohne internationale Interessentensuche, ohne Einbindung professioneller Personalisten und ohne eingehende Beratungen im Aufsichtsrat derartig gewichtige Personalentscheidungen treffen", so Betriebsratschef Michael Kolek in einem offenen Brief.

Weiters heißt es: "Sollte der Aufsichtsrat heute dazu genötigt werden, nur vier Tage nach der Rücktrittserklärung von Boris Nemsic seine Nachfolge zu bestimmen, würde dies eine objektive Entscheidung verunmöglichen und der Aufsichtsrat als unabhängiges Kontrollgremium damit de facto ausgeschalten."

Aufsichtsratsvorsitzender ist der umstrittene ÖIAG-Chef Peter Michaelis, der auch noch im Aufsichtsorgan der OMV, der AUA und der Post sitzt. Insgesamt umfasst der Telekom-Aufsichtsrat zwölf Personen, davon vier Belegschaftsvertreter. (apa)

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