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11.03.2009 Christof Baumgartner

TA-General Ametsreiter setzt Nemsic-Strategie fort

Der designierten TA-Chef Hannes Ametsreiter setzt auf Stabilität und auf Wachstum im osteuropäischen Raum.

Nach dem schnellen Abgang von Boris Nemsic zum russischen Telekommunikationsunternehmen Vimpelcom wurde ebenso rasch Hannes Ametsreiter als neuer Telekom Austria (TA)-Chef installiert. Der Marketingprofi wird Direktor von allen drei Konzerngesellschaften (Holding, Mobilfunk und Festnetz). Damit hat TA-Kernaktionär, die Staatsholding ÖIAG (27 Prozent), die Verkleinerung des Vorstands auf das Duo Ametsreiter und Finanzchef Hans Tschuden durchgesetzt. Ametsreiter, dessen Vertrag bis Ende 2013 läuft, war 2001 als Marketing-Chef bei der Mobilkom Austria eingestiegen. 2007 wurde er zusätzlich Marketingleiter des TA-Festnetzsegments. Anfang 2009 folgte er auch noch Rudolf Fischer als Chef des Festnetzsegments der TA nach. Der Bestellung von Ametsreiter waren Proteste der Personalvertretung (PV) vorausgegangen. PV-Chef Michael Kolek hatte sich gegenüber der ÖIAG dagegen ausgesprochen, den Nachfolger Nemsics im Schnellverfahren zu bestimmen. Es sei aber letztlich um Stabilität und Kontinuität in der Unternehmensführung gegangen.

AUF KONVERGENZ SETZEN Ametsreiter, für den sich auch Nemsic selbst stark gemacht hatte, will in seinem neuen Job weiter auf Konvergenz von Internet, Mobilfunk und Festnetz setzen: »Wir sind die einzigen, die das alles zusammen anbieten können.« Die beiden Manager haben den strategischen Kurs des Konzerns maßgeblich bestimmt. In Österreich erwartet Ametsreiter weiterhin einen wettbewerbsintensiven Markt. Eine Bereinigung im Mobilfunkbereich könne er sich »gut vorstellen«. Weiters spricht er sich für ein Osteuropapaket der EU aus. Die Region befinde sich in einer schwierigen Phase, sei aber weiterhin ein wesentlicher Wachstumsmarkt. Die Länder Südosteuropas hätten in der Vergangenheit bewiesen, dass sie sich sehr gut auf neue Herausforderungen einstellen könnten.

Nemsic erwarten bei seinem neuen Arbeitgeber vor allem Aufgaben in Asien wie etwa der Aufbau neuer Netze in Vietnam und Kambodscha aber auch interne Probleme. Vorgänger Alexander Isosimow hat wegen eines Eigentümerstreits aufgegeben. Dass Vimpelcom auch Interesse an einem Einstieg bei der TA haben könnte, glaubt Nemsic nicht.

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